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Borussia Mönchengladbach: Jonas Hofmann verlängert Vertrag bis 2025

Neuer Vertrag : Hofmann verlängert bei Borussia – nächstes Ausrufezeichen von Virkus

Borussias potenzieller WM-Fahrer Jonas Hofmann hat seinen 2023 auslaufenden Vertrag bis 2025 verlängert – mit der Option auf ein weiteres Jahr. Das ist gut für Gladbach und wenige Tage nach der Verlängerung mit Alassane Plea ein erneuter Coup des Managers Roland Virkus.

Es ist definitiv die Zeit der guten Nachrichten bei Borussia Mönchengladbach. Erst vergangene Woche die Vertragsverlängerung von Alassane Plea, die man durchaus als überraschend einstufen durfte. Dann der 3:1-Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim und die Meldung der „L’Equipe“, dass Torschütze Marcus Thuram OGC Nizza abgesagt habe, was die Chance vergrößert, dass der Mann, der wieder fröhlich mit der Eckfahne wedelte, bleibt. Und nun setzte Borussia am Montag einen drauf: Auch Nationalspieler Jonas Hofmann hat sich entschieden, Borusse zu bleiben. Der 30-Jährige hat seinen Vertrag, der 2023 ausgelaufen wäre, vorzeitig verlängert.

Dass etwas anstehen würde in dieser Richtung, darauf hatten die recht optimistischen Aussagen von Trainer Daniel Farke und Vize-Präsident Rainer Bonhof nach dem Hoffenheim-Spiel am vergangene Wochenende hingedeutet. „Dann schauen wir mal, was die nächsten Tage noch so kommt“, sagte Farke.

Hofmann selbst hatte auf die Zukunftsfrage am Samstag noch etwas verschwurbelt geantwortet und darauf verwiesen, dass er und der Klub in „guten Gesprächen“ sind. Das war die Standard-Verlautbarung seit gut sechs Wochen. Doch wusste Hofmann nach dem Hoffenheim-Spiel wohl schon, wie die Gespräche ausgehen würden. Am Montag hat er das vorliegende Angebot Borussias unterschrieben.

„Jonas ist in seinen sechseinhalb Jahren bei uns zu einem der Gesichter unserer Mannschaft geworden“, wird Sportdirektor Roland Virkus in der Mitteilung des Klubs zitiert. „Er hat hier eine beeindruckende Entwicklung genommen – erst zum Stammspieler und Führungsspieler bei uns und mittlerweile auch zu einer festen Größe in der deutschen Nationalmannschaft. Wir freuen uns sehr, dass wir Jonas davon überzeugen konnten, sich weiter an Borussia zu binden.“

Das übliche Handschlag-Foto aus dem Büro des Managers begleitete die Meldung in den sozialen Netzwerken. Drei Jahre plus die Option auf ein weiteres, das ist die neue Vereinbarung, die Hofmann und Virkus getroffen haben. „2016 bin ich nach Gladbach gekommen. Wir haben alles zusammen erlebt - tolle Momente, aber auch schwierige Phasen. Nun starten wir in einen neuen Abschnitt, in eine neue Saison, in der wir alle gemeinsam einiges erreichen können“, schrieb Hofmann nach Bekanntgabe der Verlängerung auf seinem Instagram-Kanal.

Hofmann ist seit Januar 2016 Borusse, erfüllt er den neuen Vertrag zunächst bis 2025 wird er mindestens neuneinhalb Jahre für Gladbach spielen. Zunächst einmal aber ist in der Gegenwart Ruhe an der Stelle. Wie sehr sich schwebende Verhandlungen auf eine Saison auswirken können, hat die vergangene Spielzeit gezeigt, als es um Matthias Ginter und Denis Zakaria ging.

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Für Gladbachs Manager Roland Virkus ist es nach der Verlängerung mit Plea der nächste Coup. Hofmann hat während des Trainingslagers der Borussen am Tegernsee von Bundestrainer Hansi Flick quasi eine WM-Garantie bekommen und gehört zu den derzeit angesagtesten deutschen Spielern wegen seiner Vielfältigkeit. Welche konkreten Alternativen Hofmann tatsächlich hatte, ist nicht bekannt, doch waberten reichlich Gerüchte umher. Seine Bekenntnis „pro Borussia“ zeigt, dass er wie auch Plea an den neuen Weg des Klubs glaubt.

Auch für Hofmann ist es nicht von Nachteil, nun Ruhe zu haben, was seine Zukunft angeht. In Gladbach ist er ein Topspieler, der sich sein Standing hart erarbeitet hat, er weiß wie der Klub, wo er dran ist. Auf der Basis kann er sich nun voll darauf konzentrieren, seine WM-Chance zu nutzen.

Virkus setzt mit dem Hofmann-Deal ein Ausrufezeichen und hält Wort. Er hat Hofmann als ein „Gesicht Borussias“ definiert und nun dafür gesorgt, dass der Spieler dies auch über die aktuelle Saison hinaus sein kann. Es ist auch ein Zeichen an Trainer Farke, dessen Ballbesitz-Ansatz gerade durch Spieler wie Plea und Hofmann verkörpert wird: Er kann langfristig auf Spieler setzen, die er selbst als „Qualitätsspieler“ definiert.

Ko Itakura als Wunsch-Spieler, das vorzeitige Bekenntnis von Florian Neuhaus, die Verlängerung mit Identifikationsfigur Patrick Herrmann und nun die Ausweitung der Verträge der „Qualitätsspieler“ Plea und Hofmann – Virkus hatte Geduld erbeten und nun folgen Taten. Man darf angesichts der Sachlage guter Hoffnung sein oder zumindest die Fantasie haben, dass auch Yann Sommer es macht wie Plea und Hofmann und Borussias Angebot, länger als bis 2023 zu bleiben, annimmt. Gefühlt ist der Torwart ein bisschen sogar unter Zugzwang.

Und wenn nun noch der gesuchte Stürmer kommt und womöglich sogar Thuram dem Beispiel seines Kumpels Plea folgt, dann wäre Gladbachs Plan voll aufgegangen. Aber schon jetzt zeigt Virkus in Zusammenarbeit mit Kaderplaner Steffen Korell, dass aus einem komplizierten Transfersommer ein richtig guter werden kann für Borussia.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Vertragslaufzeiten der Borussia-Spieler