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Borussia Mönchengladbach: Jonas Hofmann über den Videoschiedsrichter/VAR

Borussias Jonas Hofmann : „Uns wurde ein Punkt geraubt“

Jonas Hofmann ärgert sich über den nicht gegebenen Elfmeter bei Borussias 1:2 gegen den BVB und macht klare Ansagen für das Derby am Mittwoch gegen den 1. FC Köln.

Jonas Hofmann hatte aufgepasst. Als der Ball zurück zu Dan-Axel Zagadou kam, machte Borussias Offensivmann resolut seinen Job und löste das Pressing aus. Zagadou spürte den Druck und spielte einen zu dünnen Rückpass auf Roman Büki, seinen Torwart. Als Hofmann an ihm vorbei eilen wollte, stellte Dortmunds Verteidiger das Bein raus und schickte Hofmann auf den Rasen. Schiedsrichter Sascha Stegemann indes ließ weiterspielen. Auch, weil das Signal des VAR klar machte: kein Elfmeter. Die Szene war der große Aufreger des Spiels, Hofmann war mittendrin. Nach dem Spiel sagte er über ...

... die Elfmeterszene: „Meiner Meinung nach hätten wir einen Elfmeter kriegen müssen. In der Wiederholung sieht man es noch besser als in echter Geschwindigkeit. Ich habe den Schiedsrichter gefragt, er hat gesagt, es wurde in sein Ohr geflüstert: Check completed. Ich weiß nicht, was die gecheckt haben, aber die Szene auf gar keinen Fall.“

... den Kontakt mit Zagadou: „Ich will durchlaufen. Dass ich nicht zum Ball komme, weiß ich. Aber wir wissen alle, dass der Ball nicht im Spiel sein muss, um Elfmeter zu pfeifen. Ich glaube, klarer kann man, gerade wenn man auch die Zeit hat, es sich anzuschauen, nicht erkennen, dass er nur in mich reingeht. Ich glaube nicht, dass ich da leicht zu Boden gehe. Ich trete an zum Sprint und da reicht nun mal ein leichter Kontakt, und es war nicht nur ein leichter, sondern schon mehr.“

... über den VAR: „Ich weiß nicht, wofür wir den Videoschiedsrichter haben, ehrlich gesagt. Es war für mich eine klassische Szene, um sich das zumindest nochmal anzugucken. Aber wenn der Schiedsrichter ins Ohr geflüstert kriegt, dass nichts war, dann läuft er natürlich nicht mehr raus. Da muss man sich eher fragen, was im Kölner Keller los war.“

... die 1:2-Niederlage: „Ärgerlich, unnötig, das trifft alles zu. Ich glaube, ein Punkt wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Niederlage vor allem durch den Schiedsrichter zustande gekommen ist, aber ich denke, dass uns zumindest ein Punkt geraubt wurde. Sicher, wenn wir den Elfmeter kriegen, weiß man auch nicht, wie das Spiel dann läuft, aber vielleicht nimmt es eine andere Dynamik an, vielleicht nimmt es eine andere Wende. Im Endeffekt war es nicht verdient, dass es so ausgeht.“

... die verpassten Chancen: „Wir hatten sehr, sehr gute Chancen, wie ich finde, auch die größeren. Breel Embolo am Schluss, vorher Alassane Plea mit dem Außenrist-Schuss – wir hatten schon Offensiv-Aktionen, aus denen wir mehr hätten machen können.“

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... die Phase nach dem 1:1-Ausgleich: „Da standen wir zu tief, sind nicht mehr richtig drauf gegangen und hatten keinen Zugriff mehr. Da fehlte dann die Kraft für Aktionen nach vorne. In der letzten Viertelstunde hat uns dann ein bisschen die Kreativität gefehlt, um nochmal aus dem Spiel heraus mehr zu machen. Und über die langen Bälle zu kommen, ist gegen Dortmund auch schwer, weil sie in der Mitte eine enorme Größe haben.“

... Dortmunds Effektivität: „Da merkt man dann doch den Unterschied, dass den großen Mannschaften drei Schüsse reichen, um zwei Tore zu machen.“

... die Situation vor dem Derby und Leverkusens Lauf: „Es ist ganz gut, wenn man immer wieder ein bisschen, wie jetzt von Leverkusen, geneckt wird, dann verliert man nicht die Spannung. Aber wir müssen nach dem Dortmund-Spiel nicht die Köpfe hängen lassen. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt. Wir freuen uns auf die Englische Woche. Mit dem Derby können wir die Niederlage wieder vergessen machen und wieder an Leverkusen vorbeiziehen. Und genau das ist auch das Ziel: Wir müssen einfach das Derby gewinnen, dann sind wir wieder da, wo wir hin wollen.“