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Borussia Mönchengladbach: Jonas Hofmann spielt unter Hansi Flick Rechtsverteidiger

DFB-Elf ohne Neuhaus : Flick vertraut Borussias Hofmann eine neue Aufgabe an

Bei seinem Debüt als Bundestrainer bot Hansi Flick den Gladbacher Jonas Hofmann auf einer ungewohnten Position auf. Die neue Aufgabe stellte den Borussen vor keine große Herausforderung, könnte in Zukunft aber häufiger auf ihn zukommen.

In seinen bisherigen 157 Pflichtspielen für Borussia Mönchengladbach kam Jonas Hofmann fast überall zum Einsatz: Auf den offensiven Außenbahnen, im defensiven Mittelfeld, auf der Achterposition oder noch etwas weiter vorne direkt hinter den Spitzen. Nur in die Viererkette wurde er von seinen Trainern André Schubert, Dieter Hecking, Marco Rose oder dem neuen Gladbach-Coach Adi Hütter noch nicht berufen.

Bundestrainer Hansi Flick hat sein Debüt am Donnerstag gegen Liechtenstein nun dazu genutzt, Hofmann eine neue Aufgabe anzuvertrauen. In der 60. Spielminute kam der Gladbacher für den Wolfsburger Ridle Baku ins Spiel. Nominell war Hofmann damit Rechtsverteidiger, tatsächlich verkörperte er gegen den 189. der Fifa-Weltrangliste, der sich tief in die Defensive zurückgezogen hatte, eher einen Flügelstürmer.

Mit seiner Hereingabe auf Leroy Sané, der den Ball übers Tor köpfte, hatte Hofmann bereits nach wenigen Minuten eine gute Aktion. Auch eine Großchance von Robin Gosens leitete er ein. Darüber hinaus verhinderte der Fußballzwerg aus Liechtenstein mit vereinten Kräften, dass weitere seiner Flanken einen Abnehmer fanden. In der Defensive war Hofmann nicht gefordert. In Zukunft könnte sich das gegen stärkere Gegner ändern, denn Flick plant offenbar, Hofmann häufiger als Rechtsverteidiger aufzubieten. Joshua Kimmich, den Ex-Nationaltrainer Joachim Löw zuletzt auf rechts einsetzte, ist unter Flick wieder in der Zentrale gesetzt.

„Hansi Flicks Plan ist, dass ich auch in der Viererkette hinten rechts zum Einsatz kommen könnte“, hatte Hofmann im Vorfeld des 2:0-Sieges gegen Liechtenstein bei „Sport1“ gesagt. „Ich bin auf jeden Fall flexibel einsetzbar, dadurch gebe ich dem Trainer hoffentlich viele Möglichkeiten“, so Hofmann. Mit seiner Lauffreude und seinem Drang nach vorne könnte er auf seiner Seite ähnlich agieren wie Robin Gosens, der auch jede Gelegenheit nutzt, sich in die Offensive einzuschalten. „Ich bin bereit, neue Dinge zu lernen und habe total Bock drauf. Auch hinten rechts kann man sich sehr gut einbringen und nach vorne Akzente setzen“, sagte Hofmann.

In den beiden kommenden gegen den Tabellenführer der WM-Quali-Gruppe Armenien (Sonntag, 20.45 Uhr) und Island (Mittwoch, 20.45 Uhr) könnte Hofmann, der zuletzt auch das Interesse des FC Bayern am Ende der Transferperiode bestätigt hat, seine neue Position weiter erproben. Auch Florian Neuhaus, den Flick gegen Liechtenstein nicht für den Kader nominierte, wird hoffen, dann seine Chance zu bekommen.