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Borussia Mönchengladbach: Joe Scally soll Max Eberls Teenie-Misere beenden

Ab Januar in Gladbach : Beendet Scally Borussias Teenie-Misere?

Joe Scally kommt im Januar nach Gladbach. Zuletzt hatte Max Eberl mit Spielern unter 20 Jahren kein Glück. Der US-Amerikaner soll wieder ein Teenager werden, der durchstartet.

Auf der Suche nach Top-Talenten gibt es immer Trends. Seit Jahren sind vor allem junge Spieler aus England und Frankreich hoch im Kurs. Doch aktuell sorgen Youngster aus den USA für Furore. Im vergangenen Winter wechselte Christian Pulisic für eine Mega-Ablöse von Dortmund nach Chelsea, diesen Sommer verpflichtete Juventus Turin den Schalker Weston McKennie und Sergino Dest entschied sich für einen Wechsel von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona. Und beim BVB bestimmt gerade der erst 17-jährige Giovanni Reyna, der in drei Bundesligaspielen bereits an fünf Toren beteiligt war und beim 3:0 gegen Gladbach traf, die Schlagzeilen.

Auch Borussia beobachtet den amerikanischen Talente-Markt und hat vor ungefähr einem Jahr die Verpflichtung von Joe Scally bekanntgegeben. Der US-Boy kommt am 1. Januar, am Tag nach seinem 18. Geburtstag, nach Gladbach. Und soll möglichst eine Misere beenden.

Denn Sportdirektor Max Eberl hat im Großen und Ganzen zwar in den vergangenen Jahren den Borussen mit sehr guten Transfers einen Champions-League-Kader gebaut, aber bei Spielern unter 20 Jahren hatte er in den vergangenen Jahren kein Glück.

Die Teenager, die Eberl zuletzt verpflichtete, sind allesamt (noch) nicht eingeschlagen. Der bislang letzte war Jacob Italiano, bei dem es ähnlich lief wie bei Scally. Borussia gab die Verpflichtung frühzeitig bekannt, musste dann aber noch abwarten, bis der Australier sein 18. Lebensjahr beendet hatte. Nun ist er seit einem Jahr in Gladbach und spielt bei der U23. Profieinsätze sind derzeit nicht in Sicht.

Das ist auch der Fall bei Julio Villalba (kam 2017) sowie Torben Müsel und Andreas Poulsen, die im Sommer 2018 nach Gladbach kamen, aber bis heute nicht wirklich Fuß fassen konnten. Ihre Zeit bei Borussia ist geprägt von Verletzungen, in der abgelaufenen Transferperiode konnte für sie kein neuer Verein gefunden werden. Im gleichen Jahr kam auch Keanan Bennetts, der wie seine drei jungen Kollegen keine Chance auf Einsätze hatte und nun für ein Jahr an den englischen Drittligisten Ipswich Town verliehen wurde.

Bei Mamadou Doucouré gab es kein Interesse daran, ihn zu verleihen oder zu verkaufen. Sein Vertrag wurde während der vergangenen Saison verlängert, um ihm die Möglichkeit zu geben, nach den Seuchenjahren in Gladbach, die geprägt waren von unzähligen Verletzungen, doch noch sportlich anzukommen. Immerhin gab es die Möglichkeit, Doucouré am Ende der vergangenen Spielzeit zwei Einsätze zu gönnen. Doch aktuell hat der Franzose wieder Probleme und kann nur sehr eingeschränkt trainieren. So sehr man ihm den Durchbruch wünscht, die Wahrscheinlichkeit sinkt immer mehr, dass er den noch schaffen wird.

Hoffnungsvoller ist da der Werdegang von Laszlo Bénes. In der Hinrunde der vergangenen Saison war er die große Überraschung. Seitdem hat er sportlich aber kaum noch eine Rolle gespielt. Jetzt ist er nach einer Verletzung wieder zurück und hofft, an die Leistungen von  vor einem Jahr anknüpfen zu können.

Der Teenager, der in den vergangenen Jahren am meisten für Furore sorgen konnte, war Michael Cuisance. Doch seine Geschichte ist bekannt, er wollte schnell weg, weil Borussia seine Ansprüche nicht erfüllen konnte und wollte. Er ist also auch ein Teil von Borussias Teenie-Misere. Scally hat die Möglichkeit, sie ab Januar zu beenden.