Borussia Mönchengladbach: Jantschke, Elvedi, Bensebaini seit Jordan Beyers Leihe verletzt, Lainer gesperrt

Nun auch Jantschke verletzt und Lainer gesperrt : Auf Beyers Leihe liegt ein Fluch bei Borussia

Auf Schalke verletzte sich Tony Jantschke, Stefan Lainer sah seine fünfte Gelbe Karte. Damit gab es innerhalb weniger Tage weitere schlechte Nachrichten für Borussias Defensive – alle seitdem Jordan Beyer zum HSV ging.

Das letzte Statement von Marco Rose am Abend nach dem 0:2 auf Schalke war deutlich: „Ärgerlich. Sehr ärgerlich ist das“, sagte Borussias Trainer. In diesem Moment ging es jedoch weder um den Ausgang der ersten Rückrundenpartie noch um die Leistung seines Teams, sondern um die Verletzung, die sich Tony Jantschke in der Schlussphase zugezogen hatte.

Mit einer Muskelverletzung musste Gladbachs Verteidiger ausgewechselt werden, ob und wie lange er ausfallen wird, ist noch offen, doch es wird befürchtet, dass er auch mindestens in der kommenden Partie gegen Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) ausfallen wird. Am Samstag wurde Jantschke am Borussia-Park untersucht, eine Diagnose hat der Klub jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Weshalb diese Verletzung besonders ärgerlich ist? Es ist die Fortsetzung einer Verkettung von unglücklichen Vorfällen in den vergangenen Tagen. Und alle passierten, nachdem Jordan Beyer Anfang der vergangenen Woche für ein halbes Jahr an den Hamburger SV verliehen wurde. Der Verteidiger soll beim Aufstiegsaspiranten in der Zweiten Liga unter Borussias Ex-Coach Dieter Hecking Spielpraxis sammeln – dabei könnte ihn Gladbach jetzt richtig gut brauchen.

Das Timing bei dieser Leihe hätte kaum unglücklicher gewählt werden können, am Mittwoch musste sich Ramy Bensebaini aufgrund einer Muskelverletzung für mehrere Wochen abmelden. Wann genau er zurückkehren wird, ist nicht bekannt. Mit Nico Elvedi fiel auf Schalke ein zweiter Abwehrmann aus, ihn plagen Rückenprobleme. Immerhin besteht aber die Hoffnung, dass er gegen Mainz wieder dabei sein wird. Bei Jantschke besteht diese nicht und ein weiterer Ausfall in Borussias Verteidigung steht ebenfalls fest.

Stefan Lainer sah beim Rückrundenauftakt die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison. Der Rechtsverteidiger ist daher gegen Mainz gesperrt. Mindestens drei Abwehrleute werden Rose in der kommenden Partie nicht zur Verfügung stehen, während sich Borussias Eigengewächs Beyer mit dem HSV auf den Rückrundenstart in der Zweiten Liga am 30. Januar gegen Nürnberg vorbereitet.

Weil mit Beyer eine weitere Alternative fehlt, sind die Möglichkeiten für Rose zumindest in der kommenden Partie sehr begrenzt. Fabian Johnson wird wohl Lainer ersetzen, Innen agieren Matthias Ginter sowie Nico Elvedi – überstandene Rückenprobleme vorausgesetzt – und auf der linken Seite verteidigt Oscar Wendt.

Noch kein Kandidat für einen Posten in der Verteidigung ist Mamadou Doucouré, obwohl er am Samstag den nächsten Schritt auf seinem Weg zu einer ernsthaften Option für Rose gemacht hat. Bei einem Testspiel gegen den Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg spielte der französische Verteidiger, der seit seinem Wechsel 2016 aufgrund von mehreren schweren Verletzungen noch kein Profi-Pflichtspiel absolvieren konnte, 30 Minuten lang und erzielte sogar den einzigen Treffer beim 1:3. Entsprechend emotional umjubelten die Gladbacher das Tor, Doucouré fiel Rose freudig in die Arme. „Wir wollten ihm mit diesem Spiel auch das Gefühl geben, dass er am Team dran ist. Und alle haben gesehen, dass er ein richtig guter Junge ist“, sagte Borussias Trainer nach der Partie. „Wir haben uns alle riesig gefreut, dass er getroffen hat. Und das ist für mich heute die wichtigste Botschaft.“