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Borussia Mönchengladbach: Jannik Vestergaard denkt nach WM-Aus über seine Zukunft nach

Borussias dänischer Innenverteidiger : Vestergaard macht sich nach WM-Aus Gedanken über seine Zukunft

Jannik Vestergaard kam bei der WM in Russland nicht zum Einsatz, das Aus seiner Dänen im Elfmeterschießen gegen Kroatien sah er wieder nur von der Bank aus. Jetzt geht er in den Urlaub und wird über seine Zukunft nachdenken. Kommt er zurück nach Gladbach?

Gewöhnlich schaut man sich Krimis gern an, insbesondere skandinavische sind angesagt und meist gut gemacht. Ein glückliches Ende gibt es da indes nicht immer. So war es auch bei dem Krimi, den die dänischen Fußballer im WM-Achtelfinale gegen Kroatien ablieferten. Es ging ins Elfmeterschießen, Dänemark verlor.

Ein unglücklicher Zuschauer der Geschichte: Jannik Vestergaard, der Borusse, dem dieser Krimi gar nicht gefallen haben wird. Wieder saß er komplett auf der Bank, wie dreimal zuvor, nur dieses Mal nicht 90 Minuten, sondern 120 plus Elfmeterschießen. Immerhin hatte er im Verlauf des Abends einen guten Bekannten als Sitznachbarn: Nach seiner Auswechslung saß Andreas Christensen, der Ex-Borusse, neben ihm.

Vestergaards WM-Bilanz ist ebenso ernüchternd wie die seines Gladbacher Mit-Innenverteidigers Matthias Ginter, der zum deutschen Aufgebot gehörte: null Minuten und ein frühes Aus, wobei Ginters Variante noch die gesteigerte ist. Ob ein aktives Mitwirken der beiden Borussen etwas verändert hätte am Schicksal ihres jeweiligen Teams, ist hypothetisch. Fakt ist: Beide hatten sich die Russland-Reise anders vorgestellt.

Wie geht es weiter? Ginter, das teilte Borussias Trainer Dieter Hecking am Sonntag beim Trainingsauftakt mit, wird mit den Borussen ins Trainingslager am Tegernsee reisen, also spätestens am 21. Juli wieder in Gladbach sein. Vestergaard war nur vier Tage länger im WM-Turnier, möglich, dass er auch mitfährt zum Tegernsee.

Aber kommt er überhaupt zurück? Es darf zumindest spekuliert werden, dass es nicht so sein wird, schließlich gehört der 1,99-Meter-Mann zu den Gladbachern, die bei anderen Klubs auf der Einkaufsliste stehen sollen, namentlich seien im Falle Vestergaards Lazio Rom, der FC Arsenal, West Ham United, der FC Everton und Southampton erwähnt.

Es gibt Menschen, die sich das neue Borussen-Trikot geholt haben, es aber noch einiger Überlegung nicht mit Vestergaards Namen haben beflocken lassen, weil es ein Auslaufmodell sein könnte. Auch Borussia hat vorgebaut für den Fall der Fälle: Der Schweizer Michael Lang wurde geholt als Rechtsverteidiger, somit wäre dessen Landsmann Nico Elvedi frei, um nach innen verschoben zu werden.

Vestergaard, der im Vorfeld des Viertelfinales seinen Unmut über seine Rolle im dänischen Team kundgetan hat, wird nun erstmal Urlaub machen. Er wird die freie Zeit sicherlich nutzen, sich über seine Zukunft Gedanken zu machen. Klar ist: Der 25-Jährige hat in Gladbach einen Vertrag bis 2021 und wäre entsprechend teuer. 20 Millionen Euro aufwärts sicherlich. „Lassen wir uns überraschen“, sagte Dieter Hecking in der Stürmer-Frage. Das gilt wohl auch die Personalie Jannik Vestergaard.