Borussia Mönchengladbach: Jan Olschowsky hat sich in der U23 gut entwickelt

Weiterer starker Keeper : Olschowsky ist der Yann Sommer von Borussias U23

Die Nummer eins der U23 Borussias hat sich rasant entwickelt. Trainer Arie van Lent lobt den Nachwuchstorhüter. Ob dieser Sonntag im Regionalliga-Derby gegen den 1. FC Köln spielen kann, ist offen, denn seine Mandeln sind entzündet.

Die Karriere von Jan Olschowsky bei Borussia ist im vorigen Jahr rasant verlaufen. Der Torhüter, der sich inzwischen zur absoluten Stammkraft zwischen den Pfosten der U23 in der Regionalliga entwickelt hat, debütierte in der Vierten Liga am 13. Oktober 2018 beim SV Straelen, da war er noch 16 Jahre alt. Seit dem Sommer spielt er fest in der U23, obwohl er noch eine ganze Zeit für die A-Jugend spielberechtigt wäre. Am 18. November wurde Olschowsky volljährig – und absolvierte an diesem Tag sein erstes Länderspiel für die U19 des DFB.

Die Entwicklung des Torhüters ist entsprechend positiv, und auch U23-Coach Arie van Lent lobt ihn über den grünen Klee. „Auch wenn Jonas Kersken ihm als zweiter Torhüter durchaus Druck macht, so war für uns im Sommer eigentlich schon klar, dass Jan die Nummer eins zwischen den Pfosten ist“, verrät er. „Jan ist ungeheuer fleißig, und er hat sich das verdient, was da passiert ist. Er hat nicht nur bei uns viel mitgenommen, er war auch immer wieder bei den Profis mit dabei und wird da von Uwe Kamps und Steffen Krebs ganz schön gefordert. Seine Leistung in der Regionalliga ist sehr konstant.“ Damit ist er praktisch der Yann Sommer der U23, ein Keeper, auf den man sich verlassen kann.

Eine Parallele zwischen Kamps und Olschowsky gibt es auf jeden Fall schon einmal. Denn nicht selten musste sich Kamps trotz aller Erfolge und erstklassigen Leistungen anhören, dass ihm zur absoluten Spitze ein paar Zentimeter fehlten. Kamps ist 1,80 Meter, Olschowsky misst vier Zentimeter weniger. „Nicht nur Uwe, sondern auch Jörg Stiel und letztlich Sommer haben bei Borussia bewiesen, dass man trotz dieser Aussagen ein ausgezeichneter Profi werden kann. Und bei Jan sehe ich die Entwicklung keineswegs schon als abgeschlossen an. Am Ende zählen auch andere Faktoren wie Sprungkraft oder auch der Mut beim Herauslaufen. Und den hat Jan“, stellt van Lent klar.

Auch eine insgesamt sehr professionelle Einstellung attestiert der Coach seiner Nummer eins, und dazu eine weitere wichtige Eigenschaft für einen Torhüter. „Wenn er ein Gegentor bekommt, hakt er das sofort ab.“ Und dass in diesem Alter auch mal ein Fehler passiert, wird man Olschowsky sicher auch weiterhin gestatten. Und Gegentore, die unmittelbar auf die Kappe Olschowksys gehen, fallen auch seinem Trainer auf Anhieb nicht ein.

Ob Olschowsky am Sonntag (14 Uhr) beim Nachwuchs des 1. FC Köln zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch nicht klar. „Er hat sich wohl einen Infekt zugezogen, die Mandeln sind entzündet“, sagt van Lent, der ansonsten nach der Pause am vorigen Wochenende aus dem Vollen schöpfen kann. Auch der zuletzt ausgefallene Thomas Kraus ist als Alternative in der Offensive wieder einsatzbereit.

Die Kölner sind in der laufenden Saison weitaus besser dabei als in den vergangenen Spielzeiten, liegen als Fünfter sogar einen Zähler vor Borussia. Den Erzrivalen mit einem Sieg überholen zu können, dürfte also eine zusätzliche Motivation sein.

Mehr von RP ONLINE