„So was hat man lange nicht geseh’n“ Diese Rekorde hat Borussia seit 2011 angegriffen oder verbessert

Mönchengladbach · Die erfolgreich überstandene Relegation vor zehn Jahren bedeutete eine Zäsur für Borussia. Nach ewigem Abstiegskampf wussten die Gladbacher wieder zu überzeugen - und so manchen Rekord früherer Fohlen-Generationen anzugreifen. 2020/21 kamen nur internationale Top-Werte dazu.

Diese Bestmarken hat Borussia in den letzten zehn Jahren aufgestellt
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Borussias Rekorde, Serien und beeindruckende Zahlen seit 2011

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Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

Es ist wohl einer der ältesten Fangesänge, der in Deutschlands Fußballstadien angestimmt wird. „Oh, wie ist das schön“ erklingt in der Regel immer dann, wenn etwas Besonderes auf dem Rasen passiert. Schließlich heißt es in dem Lied weiter: „So was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön.“ Borussias Fans dürften eigentlich in den vergangenen zehn Jahren auch oft genug Grund zum Singen dieses Liedes gehabt haben. Denn seit im Mai 2011 die Relegation erfolgreich überstanden worden ist, ist Borussia danach an so manche positive Bestmarke der Vereinsgeschichte wieder herangekommen – oder hat sie gar überboten.

Oftmals lagen positive Serien oder besondere Rekorde schon Jahrzehnte zurück, ehe sich die neue Fohlen-Generation, die mit Trainer Lucien Favre ab 2011 entstand, anschickte, neue Erfolgsgeschichten zu schreiben. Hinter Gladbach lagen da gerade 15 eher triste Jahre, die zwischenzeitlich sogar in die Zweite Bundesliga, auf jeden Fall aber in die untere Tabellenhälfte des deutschen Fußball-Oberhauses führten.

Wenn also die Gladbacher an Bestmarken rüttelten, da stammten diese mindestens aus der Zeit rund um den Pokalsieg Mitte der Neunzigerjahre, als Borussia unter Trainer Bernd Krauss eine kurze Renaissance erlebte. Viel häufiger mussten noch die Achtzigerjahre als Referenz-Zeitraum herhalten, als Gladbach unter Jupp Heynckes zumindest noch zum vorderen Tabellendrittel der Bundesliga zählte. Manchmal gingen die Rekorde gar zurück auf die glorreichen Siebziger mit ihren fünf Deutschen Meisterschaften – ab und an stellte Borussia in den vergangenen zehn Jahre sogar neue Bestmarken auf.

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Borussia schaffte seit der Relegationsrettung neue Siegesserien, Punkte-Bestleistungen, hohe Siege in verschiedenen Wettbewerben. Gladbach war wieder mal Tabellenführer der Bundesliga, kassierte weniger Gegentore als je zuvor in einer Spielzeit und kam im Europapokal wieder bis in die Runde der letzten 16. Und es gelangen wieder Siege in Stadien, in denen Gladbach teilweise jahrzehntelang nichts hatte ausrichten können, ob in München, Bremen oder Stuttgart. Das alles zeigte, wie sehr sich der Klub nach vielen Jahren eher am unteren Ende der Mittelmäßigkeit positiv entwickelt hat.

Mit den Erfolgen und Platzierungen wurde auch der Kader der Gladbacher qualitativ immer hochwertiger, so dass auch einzelne Spieler neue Bestmarken aufstellten – oder an die Taten großer Borussen früherer Tage erinnerten. So spielten Marc-André ter Stegen und Yann Sommer spielten häufiger zu null in einer Saison als die Meister-Torhüter Wolfgang Kleff und Wolfgang Kneib. Und Alassane Plea glückte ein Kunststück, das zuvor nur Jupp Heynckes und Uwe Rahn im Borussen-Trikot gelungen war: mindestens einen Dreierpack in jedem der drei großen Wettbewerbe Bundesliga, Pokal und Europapokal.

Die Borussen hatten in den vergangenen zehn Jahren wieder häufig Grund zum Jubeln.

Die Borussen hatten in den vergangenen zehn Jahren wieder häufig Grund zum Jubeln.

Foto: dpa/Marius Becker

In vielen Fällen musste in den Statistikbüchern weit zurückgeblättert werden, um die Leistungen der aktuellen Borussia-Mannschaft mit jenen der Vorgänger-Generationen zu vergleichen. Oftmals wäre es aber absolut richtig gewesen, hätten die Fans im Stadion dazu angestimmt: „So was hat man lange nicht gesehen…“