Borussia Mönchengladbach ist nach Niclas Füllkrugs Absage weiter auf Stürmersuche.

Nach Absage von Füllkrug : Borussia sucht die Antwort auf die Neuner-Frage

Nach der Absage von Niclas Füllkrug befindet sich Borussia Mönchengladbach weiterhin auf Stürmersuche. „Wir haben noch andere Optionen“, sagt Trainer Dieter Hecking.

Es gab Zeiten, da war Trainingsauftakt bei Borussia und eigentlich waren alle Transfers erledigt. Doch der gegenwärtige Transfermarkt lässt das nicht mehr zu. „Es kann sein, dass es noch Veränderungen im Kader gibt“, sagte Manager Max Eberl am Sonntag nach dem Start in die Vorbereitung. Die wichtigste offene Frage: Wer wird die neue Nummer 9? Niclas Füllkrug war Plan A, doch er sagte ab.

Eberl will sich zu dem Gerangel um den Stürmer mit Hannover und sonstigen Transferangelegenheiten nicht äußern. Trainer Dieter Hecking bestätigte derweil, dass Gladbach Füllkrug gern gehabt hätte: „Uns hat angesprochen, was er in der vergangenen Saison gemacht hat. Wir wollen einen anderen Spielertypen im Kader, er wäre einer gewesen. Aber wir haben mehrere Optionen, sind auf alles vorbereitet.“

Wer im Fokus ist neben dem Franzosen Alassane Plea aus Nizza (25), ließ er aber offen. „Lassen Sie sich überraschen“, sagte Hecking. Wie groß kann die Überraschung werden? Borussia ist, das hat die Füllkrug-Geschichte gezeigt, bereit zu investieren. Plea würde wohl noch mehr kosten als Füllkrug. Einen ähnlichen Marktwert wie er hat laut transfermarkt.de ein französischer Topstar, der alle Merkmale hat, die Borussia sucht: Olivier Giroud, an dem Gladbach vor Jahren schon dran gewesen sein soll. Der 31-Jähirge, mithin bei Puma unter Vertrag, entschied sich allerdings im Winter gegen einen Wechsel zu Borussia, aber der aus Dortmund, sondern ging zum FC Chelsea. Er ließ zuletzt aber wissen, dass die Bundesliga für ihn interessant sei. Für Gladbach dürfte ein Mann wie er im Gesamtpaket aber zu groß sein.

Jenseits aller Namen und Spekulationen: Worauf es einzig ankommt, sind Tore. Was das angeht, gibt es einen Mittelstürmer, der in der vergangenen Saison alle 115 Einsatzminuten und viermal in den letzten sechs Spielen getroffen hat und mit einem Vertrag bis 2019 bei Borussia ausgestattet: Josip Drmic, 25. Ist Drmic, der vor einem Jahr noch ein Schweizer Patient war, dem sogar das Karriere-Ende drohte, nun ein Mann, der eine Option bei der Neuausrichtung der Gladbacher Offensive sein kann? „Josip hat uns alle in den vergangenen Monaten beeindruckt. Er war einer, auf den wir uns am Ende körperlich 100 Prozent verlassen konnten,  und das bestätigt er nun bei der WM“, sagte Eberl.

Irgendwie wäre Drmic ein Neuzugang. Er ist ein anderer geworden während der langen Auszeit, „so fit war er nie“, sagte Eberl. Drmic plus ein Mr. X (Plea oder, oder, oder…) – ein denkbarer Ansatz. „Es ist alles möglich“, sagte Hecking. Es wird aber wohl noch dauern, bis die Neuner-Frage in Gladbach endgültig beantwortet ist. Entscheidend ist, dass die Antwort die richtige ist.

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