1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: In der Ruhe liegt Yann Sommers Kraft

Borussia Mönchengladbach : In der Ruhe liegt Sommers Kraft

Yann Sommer ist die Ruhe selbst. Und aus selbiger lässt er sich auch nicht so leicht herausbringen. Nicht auf dem Platz, und auch nicht an diesem Mittwoch von Journalisten. Journalisten, die Euphorie herauskitzeln wollen. In Form von euphorischen Aussagen. Doch bei Sommer geht die Freude über den bislang so famosen Saisonstart im neuen Verein eher nach innen.

Platz drei in der Liga, 17 Spiele ungeschlagen, nur elf Gegentore kassiert — das alles kann Borussias Nummer eins nicht davon abbringen, sich an diesem Tag nur auf das anstehende Europa-League-Spiel bei Apollon Limassol auf Zypern (Donnerstag, 19 Uhr/Live-Ticker) zu konzentrieren.

"Unser Erfolg ist eine Momentaufnahme. Nicht mehr und nicht weniger", sagt Sommer. Ihm fällt es nicht schwer, die momentane Serie einzuordnen, all die Lobeshymnen, die gerade deutschlandweit über Gladbach gesungen werden, das ja so sehr an die famosen Fohlenelf der 70er Jahre erinnere. "All diese Erfahrungen sollten wir genießen. Gerade die Europa League ist ein Bonus für uns. Uns ist klar, dass die Meisterschaft das Tagesgeschäft ist", sagt Sommer. Doch vor dieses Tagesgeschäft mit dem nächsten Knaller am Sonntagabend bei Borussia Dortmund hat der Terminkalender für die Borussen eben das Rückspiel auf Zypern gesetzt. Und das, ist sich Sommer sicher, wird nicht so leicht wie das 5:0 vor 14 Tagen. "Auch wenn das Hinspiel wirklich klar war, müssen wir wieder hochkonzentriert zu Werke gehen", sagt der 25-Jährige.

Ein Sieg am Donnerstagabend würde Borussia ganz nah in Richtung K.o.-Phase manövrieren, dem Ziel also, das nach dem Start mit zwei Remis etwas in die Ferne gerückt war. "Jetzt sind wir in der Gruppe drin, jetzt sind wir in der Europa League angekommen", sagt Sommer. "Wir müssen einfach da weitermachen, wo wir in den vergangenen Spielen aufgehört haben." Das würde für Sommer einfach bedeuten, wieder hellwach in Eins-gegen-Eins-Situationen zu sein und schnörkellos im Passspiel. Ganz ruhig halt. So wie er ist. Auf dem Platz. Und vor den Mikrofonen.