Borussia Mönchengladbach: Ibrahima Traoré will wieder angreifen

Zurück nach der Verletzung : Traoré ist jetzt bereit für den Rose-Fußball

Ibrahima Traoré hat den Monat seiner Verletzungspause genutzt, um taktisch und körperlich aufzuholen. Jetzt ist der Flügelstürmer wieder fit und wird bald wieder eine Option für Marco Roses Borussia sein.

„Teilintegriert“ ist einer dieser technokratischen Begriffe im modernen Fußball. Doch auch einer, der für einen Profi einen wichtigen Schritt marktiert. „Teilintegriert“ bedeutet, nach einer Verletzung wieder im Teamtraining zu sein, noch nicht in voller Länge, aber phasenweise. Am Dienstag waren Tobias Strobl und Ibrahima Traoré als „teilintegrierte“ Kräfte dabei im Training. Sie sollen bald den nächsten Schritt machen. Wie schnell sie für Marco Rose konkret in der Personalplanung dabei sein werden, wird sich zeigen. Strobl hatte eine Knie-OP, Traoré eine Sprunggelenksverletzung.

„Ich fühle mich gut“, sagt Traoré aber. Er kennt das Prozedere, aus einer Verletzung zurückzukommen, in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Probleme im Adduktorenbereich. Im April wurde der Guineer dann an der Leiste operiert, um das Problem in der Ursache anzugehen. Das half. Danach spielte er viel beim Afrika-Cup. Die alten Verletzungssorgen sind weg, „das, was ich jetzt hatte, war anders“, sagt Traoré. Er ist seit fünf Jahren bei Borussia, 2014 kam er, um das Flügelspiel zu stärken unter dem damaligen Trainer Lucien Favre. Nun ist Marco Rose Trainer und der setzt eigentlich auf ein flügelloses 4-Raute-2. Traoré hat zwar im Sommer beim Afrika-Cup im Nationalteam auch mal auf der Acht oder auf der Zehn gespielt, doch er ist halt ein klassischer Flügelstürmer. Weswegen er wusste, dass es schwer werden würde, auf Spielzeit zu kommen.

Acht Minuten sind es bisher geworden, die bekam Traoré gleich im ersten Liga-Spiel gegen Schalke. Danach war er immer im Kader, dann kam die Verletzung. „Jetzt will ich wieder angreifen“, stellt Traoré klar. Er weiß, dass er eher eine Nebenrolle hat bei der Rose-Borussia. Doch er weiß auch, wie schnell es im Fußball geht. Ein fitter Traoré kann mit seiner unberechenbaren Art einer sein, der den Unterschied macht, mindestens als Joker. Das könnte seine Rolle werden. Was dann in der Winterpause oder nach der Saison ist, wird sich erweisen. Generell sind keine großen Kader-Rochaden geplant, immer unter dem Vorbehalt, dass günstige Gelegenheiten und Optionen, die sich kurzfristig ergeben, den Ansatz ändern können. „Wir haben aber keinen Gedanken, jemanden abzugeben, wir haben einen Kader mit einer guten Mischung und verschiedenen Spieltypen für verschiedene Systeme. Und wir haben gesehen, dass wir den Kader auch brauchen“, sagt Eberl.

Traoré hat sich über das, was in der Zukunft kommen kann, noch keine ausführlichen Gedanken gemacht. „Ich bin gesund, werde gut trainieren und dann sehen wir, wie es weitergeht“, sagt er. Es ist wie immer im Fußball eine Frage, wie die Perspektiven sind. Traroé hat jedenfalls die vierwöchige Verletzungspause gut für sich genutzt.

Beim Afrika-Cup hat er sich mit den vielen Spielen über die volle Distanz ein gutes Gefühl geholt nach den vielen Verletzungen, aber durch das Turnier in Ägypten eben auch einen Großteil der Vorbereitung mit den vielen taktischen Neuerungen in Gladbach verpasst. Das hat er jetzt nachgeholt und sich auch körperlich nach vorn gebracht, „das ist wichtig für unser Spiel jetzt“, weiß er. Traoré ist jetzt bereit für den Rose-Fußball.

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