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Borussia Mönchengladbach holt dank Plea-Tor ein 1:1 bei Union Berlin.

Gladbach bleibt ungeschlagen : Pleas Tor bringt Borussia ein 1:1 bei Union

Borussia kassiert wie beim 0:1-Hinspiel auch am Samstag in Berlin ein Kopfball-Gegentor nach Standard. Doch dieses Mal schafft Stürmer Alassane Plea noch den Ausgleich. Gladbach bleibt damit im Jahr 2021 unbesiegt.

Das dritte Saisontor von Alassane Plea hat die erste Niederlage der Borussen im Jahr 2021 verhindert. Der Franzose glich im Topspiel bei Union Berlin die 1:0-Führung des Überraschungsteams aus Köpenick durch das Kopfball-Tor von Robin Knoche aus. Borussia bleibt damit weiter unbesiegt in diesem Jahr.

Trainer Marco Rose baute sein Team um im Vergleich zum 4:2 gegen Borussia Dortmund. Lars Stindl und Florian Neuhaus mussten auf die Bank, dafür kamen Hannes Wolf und Marcus Thuram ins Team. Thuram besetzte als Pendant zu Jonas Hofmann die linke Außenbahn, Wolf bildete mit Alassane Plea den Zweierangriff. Zudem gab es wieder eine defensive Viererkette – das Experiment mit der Dreierversion ganz hinten hatte Rose schon gegen den BVB schnell wieder verworfen.

Den Borussen gelang es, die eigentlich starke Startphase der „Eisernen“ abzufedern. Die Berliner treffen gern in der Startviertelstunde, doch was das angeht, hielt die Serie des Teams von Marco Rose: In den 15 Minuten zu Beginn der Spiele bleibt Gladbach ohne Gegentor.

Den einzigen gefährlichen Angriff produzierten die Gäste: Wolf und Christoph Kramer, der sein 200. Bundesliga-Spiel absolvierte, machten das Spiel schnell, Stefan Lainers scharfe Hereingabe wehrte aber Unions-Torwart Andreas Luthe mit dem Fuß ab.

Die zweiten 15 Minuten des Spiels waren geprägt von gegenseitigem Respekt und Taktik. Es ging daher doch recht geflissentlich vonstatten an der Alten Försterei, wo Borussia die beiden bisherigen Pflichtspiele, 2001 das Pokal-Halbfinale und 2019 das Bundesliga-Spiel, verloren hatte. Auch diese Phase überstand Borussia unbeschadet, weil sie mit sicherem Passspiel und Ballkontrolle dem Gegner vorne wenig Optionen bot.

Was fehlte, waren die Ideen von Stindl und die klugen Spieleröffnungen aus der Tiefe von Neuhaus. Im 4-2-2-2-System müssen die Sechser ins offensive Zentrum vorstoßen und dort das Spiel initialisieren, das versuchte Denis Zakaria immer wieder mit langen Schritten, doch fehlte in der Summer der Zusammenhang.

Nach 31 Minuten gab es das 0:1 – nach einer nicht allzu scharf geschossenen Freistoß-Hereingabe von Marcus Ingvartsen. Robin Knoche brachte, noch bedrängt von einem Teamkameraden, einen Teil seines Schopfes an den Ball und lenkte ihn so ins Gladbacher Tor.

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Die Zuordnung stimmte bei dem Freistoß nicht, Nico Elvedi war beim neunten Kopfball-Tor des Gegners in dieser Saison der Berliner Überzahl nicht gewachsen, Yann Sommer konnte beim ersten Gegentor nach einem Freistoß in dieser Saison nur hinterherschauen. Beim 1:1 im Hinspiel hatte Nils Schlotterbeck nach einer Ecke ebenfalls per Kopf getroffen.

Einen echten Hingucker gab es aus Gladbacher Sicht vor der Pause nur am Rande: Die winterfesten Schuhe, in denen sich Breel Embolo aufwärmte. Die einzige Farbe, die Gladbach im ersten Durchgang noch ins Spiel brachte, war Gelb. Christoph Kramer und Denis Zakaria, also die gesamte Doppelsechs, sah nach taktischen Fouls, mit denen Berliner Konter unterbunden wurden, Verwarnungen. Und Rose sah Gelb, als er sich allzu heftig über eine Entscheidung von Schiedsrichter Bastian Dankert echauffierte.

Schon vor dem Pausenpfiff wärmten sich Stindl und Neuhaus auf. Um die dritte Niederlage im dritten Pflichtspiel in Berlin-Köpenick abzuwenden, brauchte es mehr Kreativität und vielleicht auch den Antrieb durch Stindl. Er ist Herz und Hirn des Gladbacher Fußballs, das zeigte sein Fehlen in den ersten 45 Minuten in Berlin.

Doch zunächst verzichtete Rose auf personelle Veränderungen. Dennoch gab es den ersten Pass in die Tiefe: Wolf spielte ihn, und zwar richtig gut, auf Marcus Thuram, der jedoch am langen Pfosten vorbeizielte (52.). Sieben Minuten später schlug Plea zu: Hofmann, für den es der achte Assist der Saison war, legte nach Pleas Doppelpass-Angebot ab und der Franzose schoss den Ball nach einem für ihn typischen Laufweg in die lange Ecke. Es war der erste Treffer Pleas seit seinem Tor zum 2:2 in Freiburg am 5. Dezember.

Jetzt war Borussia im Vorteil, mental und spielerisch. Doch nach einer Verletzungsunterbrechung – Luthe musste nach einem Zusammenprall aus dem Tor, Loris Karius ersetzte ihn – kam Union wieder besser ins Spiel. Neuhaus wurde eingewechselt, später auch Stindl, Breel Embolo (dann in echten Fußballschuhen) und Patrick Herrmann. Rose wollte mehr als den einen Punkt. Doch es blieb beim für beide Seiten verdienten 1:1.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Union Berlin – Borussia: die Bilder des Spiels