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Borussia Mönchengladbach: Herrmann, Koné und Zakaria kaum verzichtbar

Plus-Minus-Bilanz : Auf diese Spieler kann Borussia in dieser Saison kaum verzichten

Mit wem auf dem Platz hat Borussia die beste Tordifferenz? Was im Eishockey als Plus-Minus-Bilanz bekannt ist, lässt sich leicht abgewandelt auch im Fußball verwenden. Neben zwei besonders wertvollen Spielern dieser Saison hat einer schon im dritten Jahr in Folge Top-Werte.

Im Eishockey, wo während eines Spiels ständig durchgewechselt wird, ist die Plus-Minus-Bilanz eine bedeutsame Statistik. Es geht dabei um die Differenz aus Toren und Gegentoren, während ein Spieler auf dem Eis steht. Auf dem Rasen beim Fußball hat sie sich nicht etabliert, wobei gerade die rotierenden Teams mit Mehrfachbelastung sowie die zwei zusätzlichen Wechselmöglichkeiten der Plus-Minus-Bilanz zusätzliche Aussagekraft verleihen.

Bei Borussia ist sie in absoluten Zahlen bei Denis Zakaria (+9) und Manu Koné (+7) am besten, gefolgt von Matthias Ginter und Patrick Herrmann (+6). Sinnvoll ist es allerdings, die Bilanz auf 90 Minuten herunterzurechnen, um herauszufinden, auf wen Trainer Adi Hütter kaum verzichten kann. Dann liegt Laszlo Bénes mit einem sensationellen Plus von 4,3 pro Spiel vorne – der Slowake hat aber erst 63 Minuten gespielt, ein Gegentor kassierte Borussia in der Zeit nicht, schoss gegen Union Berlin eins und gegen Arminia Bielefeld aber zwei. Er fällt also aus der Wertung.

Von den Spielern mit ausreichend Einsatzzeit führt Herrmann (+1,27 Tore/90 Minuten). So war es schon in der vergangenen Saison unter Trainer Marco Rose (+0,71) sowie 2019/20 (+1,11, damals geteilt mit Christoph Kramer). Es folgen bei Gladbach aktuell Koné (+1,18) und Zakaria (+0,95), Ginter (+0,62) und Embolo (+0,54) haben ebenfalls noch sehr gute Werte. Die Diskrepanz zwischen den Minuten mit ihm auf dem Rasen und der Zeit ohne ihn ist bei Zakaria am größten. In 225 Minuten Abwesenheit verpasste der Schweizer nur ein Tor, Borussia kassierte aber sieben – es waren genau die ersten zweieinhalb Partien der Saison. Auch in den 208 Minuten, die Ginter fehlte, performte Gladbach mit 1:4 Toren schwach.

Das Minus pro 90 Minuten ist bei Marcus Thuram am größten (-1,85, 146 Minuten), seine Gesamteinsatzzeit ist jedoch wie bei Stefan Lainer (-1,34, 134) aufgrund von Verletzungen nicht ausreichend, eher schon bei Christoph Kramer (-1,64, 274) und Hannes Wolf (-1,17, 307). Eine negative Bilanz haben sonst nur noch Florian Neuhaus (-0,58) und Nico Elvedi (-0,1), der just den höchsten Saisonsieg gegen Fürth verpasste. Vergangene Saison landete lediglich einer mit genügend Minuten im Minusbereich: Hannes Wolf (-0,2).