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Borussia Mönchengladbach: Heiko Vogel zwei Spiele gesperrt - U23-Trainer muss Frauen oder Mädchen coachen

Niederlage ohne Vogel : Borussias U23-Trainer für zwei Spiele gesperrt - und nicht nur das

Die U23 von Borussia Mönchengladbach hat das Nachholspiel gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 mit 0:1 verloren. Trainer Heiko Vogel musste dabei tatenlos zusehen. Er ist für zwei Spiele gesperrt worden. Doch das ist nicht die komplette Strafe.

Den gewohnt aktiven Trainer Heiko Vogel gab es an der Seitenlinie beim Regionalliga-Nachholspiel von Borussias U23 gegen die Zweite des FC Schalke nicht zu sehen. Der Grund dafür geht auf den 30. Januar zurück. Da war Vogel gegen Bergisch Gladbach aus dem Innenraum verwiesen worden, weil er sich diskriminierend gegenüber dem Schiedsrichter und dessen Assistentin verhalten habe, so die Urteilsbegründung des Westdeutschen Fußballverbandes.

Der Fall war erst am Dienstag verhandelt worden. Das Resultat war nicht nur eine Sperre von zwei Spielen, sondern Vogel muss zudem 1500 Euro Strafe zahlen und bis zum 30. Juni sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft bei Borussia leiten. Auch am Samstag gegen Lotte wird Vogel die U23 also nicht coachen dürfen.

Sein Co-Trainer und Vertreter Jens Wissing sah in den ersten 45 Minuten ein Spiel, das der VfL zwar bestimmte, aber eine Hälfte lang keine echte Chance zustande brachte. Kurz vor der Pause machten es die Schalker besser. Zunächst prüfte Jimmy Kaparos Keeper Jan Olschowsky aus der Distanz, eine Minute vor der Pause schickte Routinier Fatih Candan Angreifer Diamant Berisha und hebelte damit die Defensive aus. Berisha verwandelte eiskalt zum 0:1.

Zur Halbzeit war der Arbeitstag für die Profi-Verstärkungen Rocco Reitz, Jordan Beyer und Joe Scally beendet, sie kamen planmäßig 45 Minuten zum Einsatz und wurden von Mika Schroers, Markus Pazurek und Kaan Kurt ersetzt. Im zweiten Durchgang wurde es dann auch vor dem Schalker Tor munterer. Doch Justin Steinkötter scheiterte in der 53. Minute an Keeper Ahlers, wenig später vermochte Per Lockl nach einem Fehler des Schlussmanns keinen Adressaten für seinen Pass zu finden. Borussia erspielte sich Chance um Chance, konnte am Ergebnis letztlich aber nichts mehr ändern.

Noch nicht einmal, als der eingewechselte Mika Schroers vom Ex-Borussen Mika Hanraths im Strafraum zu Fall gebracht wurde und Steinkötter die Chance vom Elfmeterpunkt mit einem Flachschuss in die Arme des Torwarts kläglich vergab. Am knappsten war es noch, als Jacob Italiano den Ball in der 79. Minute ans Lattenkreuz hämmerte.

„Vor der Pause hatten wir ein paar Probleme mit der Positionierung, das haben wir dann besser gemacht, sodass dann auch die Chancen kamen. Die hätten wir dann nutzen müssen. Aber von der Energie, die die Jungs eingebracht haben, kann ich ihnen nichts vorwerfen“, befand Wissing.

Borussia Olschowsky - Wentzel (80. Arslan), Beyer (46. Pazurek), Lieder, Scally (46. Kurt) - Niehues - Lockl, Reitz (46. Schroers) - Italiano, Steinkötter, Noß
Tor 0:1 Berisha (44.)
Zuschauer 0