Borussia Mönchengladbach: Hazard-Wechsel zum BVB 2020 unvorstellbar

Fohlen-Gerüchteküche : Hazard 2020 ablösefrei zum BVB? Fünf Gründe, warum das unvorstellbar ist

In der Fohlen-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um Borussia Mönchengladbach. Heute: Könnte Hazard auch 2020 ablösefrei nach Dortmund wechseln?

Das Gerücht

Laut „Kicker“ steht Thorgan Hazard bei Borussia Dortmund im Wort, dass er auf jeden Fall zum BVB wechseln wird. Notfalls auch erst 2020 ablösefrei, sofern sich die beiden Klubs in diesem Sommer nicht auf eine Ablöse einigen können. Geht es nach dem Bericht, wollen die Dortmunder jedoch nur eine deutlich geringere Summe als die von Gladbach, so wird es zumindest kolportiert, geforderten über 40 Millionen Euro zahlen.

Die Situation

Der Abgang des Belgiers steht fest, er hat eine Verlängerung seines bis 2020 laufenden Vertrags abgelehnt. Borussia will deswegen seinen wertvollsten Spieler (Marktwert 45 Millionen Euro) bereits in diesem Sommer verkaufen, da der Klub auf solch hohe Transfereinnahmen angewiesen ist. „Mögliche Interessenten müssen uns eine Ablösesumme bieten, die seinem Wert als herausragender Offensivspieler in der Bundesliga und Stammspieler in einer der besten Nationalmannschaften der Welt gerecht wird“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Die Einschätzung des RP-Reporters

Das Pokern um Hazard hat begonnen. Die eine Borussia, die aus Mönchengladbach, will so viel Geld wie möglich einnehmen, die andere Borussia, die aus Dortmund, will so wenig wie möglich bezahlen. Deswegen sendet der BVB nun das Signal, Hazard bereits als Neuverpflichtung in der Tasche zu haben und notfalls auch warten zu können, bis der Belgier 2020 ablösefrei zu haben wäre. Es ist quasi eine Drohung an Eberl, dass er, sofern er sich nicht kooperativ zeigt, seinen Star-Spieler kostenlos verlieren würde. Dass das jedoch passieren wird, ist unvorstellbar, und das aus mehreren Gründen:

  1. Hazard ist den Gladbachern sehr verbunden und wird dem Verein auf diese Art und Weise kaum schaden wollen.
  2. Der Spieler wird kaum riskieren wollen, ein Jahr in Mönchengladbach auf der Tribüne zu verbringen, nur um zum BVB transferiert zu werden. Das wäre nämlich wahrscheinlich, sofern Hazard ein solches Verhalten an den Tag legen würde und Borussia derart unter Druck setzt.
  3. Im Sommer 2020 steht die Europameisterschaft an, bei der Hazard mit Belgien den Titel holen will. Er hat sich gerade erst einen Stammplatz bei den „Roten Teufeln“ erkämpft, den er sicher nicht aufs Spiel setzen wird.
  4. Der BVB braucht sofort einen Nachfolger für Christian Pulisic, der nach dieser Saison zum FC Chelsea wechselt.
  5. Es gibt noch andere Interessenten für Hazard, der FC Liverpool und Atletico Madrid werden genannt. Das sind keine Klubs, die ein Spieler für den BVB links liegen lässt, sofern er nicht bereit ist, eine ansprechende Ablöse zu bezahlen.

Das Fazit ist, dass diese Geschichte reine Preisdrückerei sein dürfte. Die Dortmunder wollen möglichst wenig Geld bezahlen, aber der geschilderte Vorgang passt überhaupt nicht zu Hazard, der sich in den vergangenen Jahren sehr verbunden zu den Gladbachern gezeigt hat. Diese Verbundenheit hat er dagegen nicht zum BVB, es ist nicht sein Traumklub, zumindest sagte er so etwas bislang noch nicht. Außerdem wäre das Signal der Dortmunder, Hazard erst 2020 ablösefrei nehmen zu wollen, sicher kein schmeichelndes für den Belgier.

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