Fünfter in ewiger Tabelle Was Borussias Verbesserung so bemerkenswert macht

Mönchengladbach · Borussia Mönchengladbach hat sich mit dem Derbysieg in der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga auf den fünften Rang vorgearbeitet. Und kurzfristig ist noch mehr möglich. Warum ein solcher Sprung außergewöhnlich ist und mit welchem Jubiläum das 5:2 gegen Köln ebenfalls verknüpft war.

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Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Die erste Chance zum Überholmanöver ließ Borussia beim 1:5 in Bremen noch liegen. Doch mit einwöchiger Verspätung ist der Sprung vom sechsten auf den fünften Rang der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga geglückt. Dank des 5:2 im Derby gegen den 1. FC Köln hat Gladbach nun 2734 Punkte auf dem Konto, der Hamburger SV hat einen Zähler weniger vorzuweisen – obwohl er aktuell noch 17 Partien im Oberhaus des deutschen Fußballs mehr absolviert hat. Doch Zweitligist Hamburg wird in den kommenden Monaten nichts an seiner Bilanz ändern können, sodass den Borussen bis zum Saisonende der fünfte Platz im ewigen Ranking schon mal sicher ist.

Ganz nebenbei war der Erfolg gegen Köln auch ein Jubiläumssieg, zum 750. Mal gewann Gladbach eine Bundesligapartie. Eigentlich hätte dafür ein 2:1 noch besser in die Reihe gepasst, schließlich endeten Borussias 250. Dreier (1980/81 daheim gegen den VfL Bochum) und der 500. Sieg (2001/02 beim 1. FC Nürnberg) mit just diesem Ergebnis. Bis zum 250. Erfolg hatten die Gladbacher im Übrigen 518 Ligaspiele benötigt, den zweiten Block mit 250 Siegen gab es in 652 Partien – und nun dauerte es 679 Spiele, ehe wieder 250 Dreier zusammengekommen waren.

Die Marke von 750 Siegen haben bislang nur die Münchner Bayern, Borussia Dortmund, Werder Bremen und der VfB Stuttgart übertroffen – eben jene vier Klubs, die in der ewigen Tabelle noch vor Gladbach stehen. Im Falle Stuttgarts muss das indes nicht mehr lange so sein. Theoretisch könnten die Borussen sogar binnen sechs Tagen vom sechsten auf den vierten Rang klettern.

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Foto: imago

Denn sollte der VfB, der zurzeit nur drei Punkte Vorsprung, aber die wesentlich schlechtere Tordifferenz gegenüber Borussia hat, kommenden Samstag gegen den VfL Bochum verlieren und zeitgleich Gladbach beim VfL Wolfsburg gewinnen, wäre – vorerst – der nächste große Klub überholt. Allerdings kann Stuttgart jederzeit zurückschlagen und das Rennen um den vierten Rang in der laufenden Saison offenhalten.

Etwas Besonderes wäre der zügige Sprung auf Rang vier auf jeden Fall, sind solche Verbesserungen ansonsten doch eher eine Frage von Jahren oder gar Jahrzehnten. Denn zwischen den Konkurrenten in den Top Ten liegen oftmals mehrere Hundert Punkte. Auch Gladbach musste einen langen Anlauf nehmen, um die Chance auf den vierten Platz zu bekommen: Nach Borussias geglückter Relegationssaison 2010/11 lag der Rückstand in der ewigen Tabelle auf den nun überholten HSV noch bei 347 Zählern, und auf den VfB Stuttgart waren es damals immerhin 258 Punkte.

Diese sind nun bis auf drei Zähler aufgeholt, sodass sich Borussia zeitnah jenen Rang schnappen kann, den sie zwischen 1981 und 1999 rund 18 Jahre ununterbrochen innehatte. Sie verlor ihn erst als Zweitligist am vierten Spieltag 1999/2000 an Bremen. Im Verlauf der Spielzeit 2000/01, in der zumindest der Wiederaufstieg gelang, rutschte Gladbach gar auf den siebten Platz im ewigen Ranking ab.

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Foto: Dirk Päffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Durchgängig auf Rang sechs stand Borussia seit dem 3. Spieltag 2008/09 nach einem 3:2-Sieg gegen Bremen – das war kurz nach dem zweiten Wiederaufstieg. Nun ist der fünfte Rang wieder erreicht, und Borussia kann weiter klettern. Platz vier ist allerdings zunächst einmal das Höchste der Gefühle: Werder Bremen hat als Dritter derzeit 167 Punkte Vorsprung auf Gladbach.

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