Borussia Mönchengladbach - Hannover 96: Für Ex-Borussen Julian Korb bleibt die Borussia was Besonderes

Hannovers Julian Korb : „Borussia wird immer etwas Besonderes für mich sein“

Borussia Mönchengladbach empfängt am Sonntagabend in der Bundesliga Hannover 96. Für Julian Korb wird es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte - von der er Punkte mit nach Hannover nehmen will.

Julian Korb muss grinsen, als er an das Spiel am Sonntag denkt. Hannover 96 gastiert bei Borussia Mönchengladbach. Für Korb bedeutet das eine Rückkehr in die alte Heimat. Elf Jahre hat er für die Fohlenelf gespielt, sich aus der Jugend über die U23 bis hin zu den Profis gekämpft. Trainer Lucien Favre entdeckte Korb damals, gab ihm eine Chance in der Bundesliga. Und Korb wusste zu überzeugen, etablierte sich. Insgesamt machte er 101 Pflichtspiele für Borussia, darunter auch Auftritte in der Champions League. „Borussia ist und bleibt natürlich immer was ganz Besonderes für mich und das wird es wohl auch immer bleiben“, sagt Korb. „Ich habe ja auch vier Jahre im Borussia-Park gewohnt.“

Und dann erzählt er von dem Gladbacher Internat, das der gebürtige Essener in seiner Jugendzeit bewohnte. Das befindet sich direkt unter der Tribüne im Stadion. „Um von der Kabine in die Wohnräume zu kommen, musste ich quasi nicht mal an die Luft, nicht mal nach draußen - ich konnte die Treppen hochgehen und war direkt im Zimmer“, sagt er.

Doch am Sonntag kommt Korb als Gast in den Borussia-Park. Seit Sommer 2017 spielt er für Hannover 96. Unter Trainer Dieter Hecking spielte der 26-Jährige keine Rolle mehr und entschied sich deshalb zu einem Wechsel. Entscheidend dabei mitgeholfen hat auch der heutige Gladbacher Kapitän Lars Stindl. „Lars meinte, Hannover sei eine sehr schöne Stadt, die auch einiges zu bieten habe“, sagt Korb. „Er meinte, das könne ich auf jeden Fall machen und es sei eine gute Idee. Das hat mich in meiner Entscheidung dann auch bestärkt.“

In Hannover wusste Korb in der vergangenen Saison sofort zu überzeugen und absolvierte 28 von 34 Bundesliga-Partien. In dieser Spielzeit benötigte der Außenverteidiger eine etwas längere Anlaufzeit. Unter Trainer Andre Breitenreiter schien Korb seinen Stammplatz zunächst verloren zu haben. „Das ist natürlich kein schönes Gefühl. Es kommen immer mal bessere und mal schlechtere Phasen und ich konzentriere mich immer auf das, was ich beeinflussen kann“, sagt Korb.

Und er kämpfte sich zurück. In den vergangenen beiden Partien gegen Schalke und Wolfsburg gehörte Korb wieder zur ersten Elf. „Das beste Gefühl für mich ist, wenn man am Tag nach dem Spiel richtig kaputt ist und weiß, dass man was getan hat. Dann weiß man auch, dass man 90 Minuten einfach Gas gegeben hat“, sagt er.

Vereinfacht wird das natürlich durch Erfolg. Den hatte Hannover bislang nur recht sporadisch. Die Niedersachsen fahren als klarer Außenseiter an den Niederrhein. Doch Korb glaubt daran, auch aus Gladbach etwas Zählbares mitnehmen zu können. Und hofft bei diesem Unterfangen auf die Unterstützung zahlreicher Freunde. Deshalb musste er auch einige Tickets besorgen. „Wie viele es genau waren, weiß ich gar nicht, aber da kommt schon das eine oder andere zusammen“, sagt er.

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