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Borussia Mönchengladbach: Hannes Wolf soll nach Gladbach wechseln

Gespräche mit Leipzig : So ist der Stand im Borussia-Poker um Hannes Wolf

Borussia ist nach wie vor an einer Verpflichtung von Hannes Wolf interessiert. Die Gespräche mit dessen aktuellem Klub RB Leipzig laufen, noch gibt es aber keine Einigung. Die Wechselwahrscheinlichkeit ist trotzdem recht hoch.

Borussia sucht für die kommende Saison einen neuen Zehner – und Hannes Wolf ist einer der aussichtsreichsten Kandidaten, um diese Planstelle zu besetzen. Der 21-Jährige spielt seit einem Jahr bei RB Leipzig, hat aber bei den „Roten Bullen“ sportlich noch nicht Fuß gefasst. In Gladbach soll, wenn es nach Sportdirektor Max Eberl und Trainer Marco Rose geht, Wolf die Chance bekommen, in der Bundesliga richtig anzukommen. Nach Informationen unserer Redaktion laufen die Gespräche zwischen den Vereinen auf Hochtouren.

Der Knackpunkt ist aktuell, und das überrascht erst recht aufgrund der Corona-Situation nicht, das Geld. Wirtschaftlich haben sich Borussia und der RB Leipzig noch nicht einigen können. Der „Kicker“ berichtet nun, dass die Sachsen nun immerhin bereit sind, einem Leihgeschäft mit Kaufoption zuzustimmen, bislang, so heißt es, sei Leipzig höchstens an einem direkten Verkauf interessiert gewesen.

Für Borussia ist der Wolf-Transfer nur mit einer solchen Leih-Regelung möglich. Finanzchef Stephan Schippers hat zuletzt betont, dass wegen Corona kein Transferbudget zur Verfügung stehen würde, Eberl muss aktuell also mit den Einsparungen arbeiten, die die Abgänge von Raffael, Fabian Johnson (beide vereinslos) und Tobias Strobl (FC Augsburg) bewirken, geschätzt sollen damit etwa fünf Millionen Euro Platz im Gehaltsetat entstanden sein.

Finanziell kann Borussia damit eine Wolf-Leihe stemmen. Die Kombination aus zu bezahlender Gebühr an Leipzig für ein Jahr und Gehalt für den Spieler dürfte etwa bei diesen fünf Millionen Euro liegen. Ein direkter Kauf für etwa zwölf Millionen Euro, also die Summe, die RB selbst vor einem Jahr bezahlt hat und nun wieder erzielen will, ist nicht drin. „Es wird für Gladbach dieses Jahr nicht möglich sein, einen Spieler für zehn Millionen oder mehr zu holen“, sagte Eberl bei „Radio 90.1“.

Leisten könnte sich Borussia die Ablöse aller Voraussicht nach aber im nächsten Jahr, wenn sich die Corona-Situation weiter entspannt hat, vor allem finanziell. Einig werden müssen sich die Vereine nur auch über die Parameter der Kaufoption. Da gibt es zwei Varianten: Zum einen können die Leipziger den Borussen ein Datum nennen, bis zu dem sie sich entschieden haben müssen, ob sie die festgelegte Summe bezahlen wollen. Die andere Möglichkeit ist, dass Wolf ab einer gewissen Anzahl von Einsätzen automatisch als gekauft gilt, dann muss Gladbach die Ablöse zahlen. Der Poker läuft – und obwohl es noch keine Einigung gibt, ist die Wahrscheinlichkeit des Wolf-Wechsels zu Borussia recht hoch.