Borussia Mönchengladbach: Halb routiniert, halb U21

Erste Einheit auf dem Trainingsplatz: Borussias Mischung aus Erfahrung und U21

In Abwesenheit von zwölf Profis muss Dieter Hecking in den ersten Trainingswochen noch ein wenig improvisieren. Trotzdem gab es in der ersten richtigen Einheit bereits ein Mini-Zeichen, wo die Reise taktisch hingehen könnte.

Die schwarze Wolke hatte sich eine Stunde lang angenähert. Doch auch als sie sich gegen zwölf Uhr über dem Trainingsplatz entlud, waren die Borussen noch nicht durch mit ihrer ersten richtigen Einheit der Sommervorbereitung. Nach dem Aufgalopp am Sonntag im Borussia-Park hatten am Montag und Dienstag die medizinischen Tests angestanden. Am Mittwoch nun war Kernarbeit angesagt: 22 Spieler waren dabei, darunter drei Torhüter. Später kamen noch Julio Villalba und Mamadou Doucouré hinzu, die momentan einzigen Verletzten neben Lars Stindl, und drehten ein paar Runden.

Der Rest arbeitete erst gemeinsam (Aufwärmen mit den Athletiktrainern), dann in zwei Gruppen, und am Ende stand ein kleines Spiel auf einem ganz kurzen Feld auf je drei Tore an. Nach dem Auslaufen im Regen und insgesamt 110 Minuten war die Vormittagseinheit beendet, am Nachmittag wurde im Fitnessraum gearbeitet.

Trainingsinhalte am 4. Juli sollten nicht überbewertet werden, deshalb sei nüchtern berichtet: Je eine der beiden Gruppen übte unter den Augen von Trainer Dieter Hecking und Co-Trainer Frank Geideck in einem 4-3-3, die Gegner waren gelbe Aufsteller, die noch drei Jahre nach seinem Abgang unweigerlich Erinnerungen an Lucien Favre wecken. So hieß der alleinige Sechser einmal Christoph Kramer, einmal Tobias Strobl. Auf der Acht trockenübten Laszlo Bénes und Jonas Hofmann sowie Florian Neuhaus und Aaron Herzog.

Sieben Spieler sind erst einmal dabei, die nicht zum Kern des Profikaders gehören werden – aber natürlich alle Chancen haben, das zu ändern. Mit etwa 24 Jahren ist der Altersschnitt auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär niedrig, doch die Hälfte der 22 Spieler, die am Mittwoch trainierten, ist maximal 20 Jahre alt. So kommt es, dass ein Neuhaus mit 21 schon zur älteren Hälfte gehört. Der nächste im Altersranking ist dann bereits Hofmann mit 25.

In dieser Woche stehen noch sieben weitere Einheiten auf dem Programm: zwei am Donnerstag (10 und 15.30 Uhr), eine am Freitag (10 Uhr) sowie jeweils zwei am Samstag und Sonntag (10 und 15.30 Uhr). Getestet wird zum ersten Mal am 13. Juli beim VfB Lübeck. Auch dann wird Borussia noch eine U21 im Profipelz sein sein.

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