Borussia Mönchengladbach: Ginter fährt zum Nationalteam

Ein Borusse und ein Gladbacher dabei: Ginter und ter Stegen gehören zur Nationalelf reloaded

Abwehrchef Matthias Ginter und der gebürtige Gladbacher Marc-André ter Stegen wurden von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele gegen Serbien und in den Niederlanden nominiert. Beide sind sicherlich Spieler, die künftig im DFB-Team Verantwortung tragen sollen.

Ein Borusse und ein gebürtiger Mönchengladbacher gehören zur Nationalelf Reloaded, die Bundestrainer Joachim Löw am Freitag in in der DFB-Zentrale an der Otto-Fleck. Schneise in Frankfurt vorgestellt hat: Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter und der gebürtige Gladbacher Marc-André ter Stegen, der für den FC Barcelona spielt. „Jetzt braucht es Veränderungen und andere müssen in die Verantwortung hereinwachsen. Ich könnte einige Spieler aufzählen“, sagte Löw. Ginter und ter Stegen könnten solche Spieler sein.

Ginter ist der einzige aktuelle Borussen, der für die Länderspiele am Mittwoch in Wolfsburg gegen Serien (Testspiel) und am Sonntag in Amsterdam gegen die Niederlande (EM-Qualifikation) nominiert wurde. Ginter wird am Montag auch zum Nationalteam reisen, obwohl er am Freitag beim Liga-Spiel der Borussen gegen den SC Freiburg fehlt. Der Verteidiger hatte zuletzt muskuläre Probleme und konnte daher nicht richtig trainieren. Das Freiburg-Spiel (Anstoß 20.30 Uhr, Borussia-Park) kommt ein wenig zu früh für ihn.

„Wenn wir Sonntag gespielt hätten, hätte es bei Matze vielleicht klappen können. Er hat aber erst einmal wieder mit der Mannschaft trainiert, daher macht es wenig Sinn, ihn morgen auflaufen zu lassen. Er wird Samstag einen Großteil des Spielersatztrainings mitmachen können. Ob er nächste Woche zur deutschen Nationalmannschaft eingeladen wird, muss letztlich Jogi Löw entscheiden“, hatte Gladbachs Trainer Dieter Hecking am Donnerstag gesagt. Mit der Nominierung ist demnach klar, dass Löw davon ausgeht, dass Ginter bereit ist für Deutschland zu spielen – spätestens sicher mit Blick auf das wichtige und prestigeträchtige Niederlande-Spiel.

Ter Stegen ist bei Borussia fußballerisch groß geworden, sein Bild und sein Trikot hängen auch als Anreiz für die Gladbacher Talente im neuen Fohlen-Internat. In Gladbach wurde er Bundesligaspieler, in Barcelona zu einem Weltklasse-Torhüter. Roman Bürki, Nummer eins von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund, sortierte den Kollegen zuletzt sogar als den „besten Torwart Europas“ ein. Im Nationalteam ist der 26-Jährige aber die Nummer zwei hinter Manuel Neuer, 33. Doch zuletzt gab es von ter Stegen eine klare Ansage: „Ich will Druck machen, bis sich Jogi Löw irgendwann für mich entscheidet und ich die Nummer eins im Tor werde."

„Neuer ist unsere Nummer 1. Er ist unser Kapitän. Ter Stegen agiert auf Weltklasse-Niveau und er wird seine Chance bekommen“, sagte Löw am Donnerstag. Wann ter Stegen seine Chance bekommen wird, ist offen, möglich, dass er gegen Serbien spielt. Ginter könnte da noch geschont werden, sich aber im Training den Rhythmus holen. Ob er weiter eher als rechter Verteidiger oder beim Neustart doch mehr als Innenverteidiger eingeloggt ist, wird sich zeigen.

Borussen, die künftig ins Blickfeld Löws rücken könnten, sind sicherlich Jonas Hofmann und Florian Neuhaus. Beide waren im Verlauf der Hinrunde vom Bundestrainer gelobt worden, konnten zuletzt aber nicht mehr so überzeugen wie im ersten Saisonteil. Steigern sie sich wieder, könnten sie wieder ein Thema werden. Bei der Nominierung am Freitag war im Mittelfeld Maximilian Eggestein aus Bremen Löws Neuling.

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