Borussia Mönchengladbach: Gerüchte um Patrick Herrmann und VfB Stuttgart

Die Fohlen-Gerüchteküche: Stuttgart angeblich „in fortgeschrittenen Gesprächen“ mit Herrmann

In der Fohlen-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um Borussia Mönchengladbach. Patrick Herrmann ist das Spekulationsobjekt, um das es diesmal geht.

Das Gerücht „Bild“ spekuliert, dass Patrick Herrmann, 27, bei den Stuttgartern ein Kandidat für die rechte Außenbahn sein soll. Schnelle Spieler für den Flügel sucht Sportvorstand Michael Reschke, und, so das Blatt, mit Herrmann sollen die Gespräche schon weit fortgeschritten sein. „Express“ verfolgt derweil eine Spur, die auf die Insel führt. Der neue Trainer des FC Southampton, Ralph Hasenhüttl, soll ebenfalls an einer Verpflichtung Herrmanns interessiert sein. Die „Saints“, die im Sommer Verteidiger Jannik Vestergaard aus Gladbach geholt hatten, haben erst ein Spiel gewonnen und brauchen dringend Verstärkung für die Offensive.

Die Situation Ur-Borusse Herrmann war im Sommer schon fast weg, dann kämpfte er sich nochmal ran und startete gut: Gegen Schalke und bei den Bayern traf er als Joker, zudem bereitete er zwei Tore vor. Inzwischen spielt er aber kaum noch eine Rolle. „Ich muss eine Entscheidung treffen und die fiel zuletzt gegen Patrick aus. Das hat aber nichts mit der grundsätzlichen Einstellung zu ihm zu tun“, sagte Trainer Dieter Hecking. Beim 1:3 in Freiburg spielte er in der zweiten Halbzeit für den verletzten Alassane Plea, danach gehörte Herrmann nur zweimal in den vergangenen fünf Spielen zum Aufgebot, kam aber gegen Hannover und den VfB am Sonntag nicht zum Einsatz. Zweimal Startelf, siebenmal eingewechselt, nur 300 Liga-Minuten Spielzeit, dazu 66 im DFB-Pokal – klar, dass Herrmanns bisherige Saisonbilanz nicht positiv ausfällt. „Es ist doch klar, dass man sich Gedanken macht“, sagte Herrmann und deutete damit an, dass er über einen eventuellen Abschied im Winter nachdenken. Indes: Hecking stellte auch klar, dass er eigentlich Spieler wie Herrmann, die „im Dunstkreis des Kaders sind“, nicht abgeben will.

Die Einschätzung des RP-Reporters Herrmann ist als Eigengewächs ein „Anker“ für die Fans. Er ist einer aus der Generation Relegation, die der Ursprung des aktuellen Aufschwungs ist und steht für die Durchlässigkeit aus dem eigenen Nachwuchs in die Bundesliga. Das macht ihn wichtig für Gladbach. Doch Erbhöfe sind kein sportliches Kriterium. Dass Herrmann am liebsten für immer Borusse wäre, hat er im Sommer gesagt. Wenn er jedoch keine Perspektive bei Borussia sieht, könnte es durchaus zu einer schnellen Trennung kommen, wenn es passable Angebote gibt. Die oben genannten Vereine stecken jeweils im Abstiegskampf – ob Herrmann, selbst als Ersatzmann, nicht doch eher um Europa kämpfen will, ist zu bedenken. Dass er unter gewissen Umständen dabei sicher gebraucht wird, ist logisch. Ob Herrmann im Winter schon geht, liegt daher wohl vor allem an ihm: Wenn er deutlich mehr spielen will, wird er sich wohl verändern müssen.

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