Borussia Mönchengladbach: Geldstrafe reduziert, Täter ermittelt, Fanhilfe widerspricht

Täter ermittelt — Fanhilfe widerspricht : DFB reduziert Borussias Geldstrafe

Eine vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach verhängte Geldstrafe ist um 25 Prozent reduziert worden. Die Fanhilfe Mönchengladbach widerspricht der Darstellung von DFB und Verein.

Der fünfmalige deutsche Meister muss nach der Ermittlung eines Täters nur noch 60.000 statt 80.000 Euro zahlen. Das teilte der DFB am Donnerstag mit.

Die Strafe war verhängt worden, weil im Spiel bei Borussia Dortmund im Dezember 2018 im Fanblock der Gladbacher mindestens 50 Bengalische Feuer abgebrannt worden waren. Zudem wurden Feuerzeuge und Böller in den Innenraum geworfen. Dabei wurden fünf Ordnungskräfte verletzt. Nachdem nun ein Täter ermittelt wurde, hatten die Gladbacher die Wiederaufnahme des Verfahrens beim Sportgericht beantragt.

Die Fanhilfe Mönchengladbach widerspricht der Darstellung des DFB und des Vereins. Es sei lediglich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Weil bislang weder Anklage erhoben noch ein Urteil gesprochen wurde, kritisiert die Fanhilfe eine Vorverurteilung des Verdächtigen.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">+++ Falschdarstellung durch <a href="https://twitter.com/borussia?ref_src=twsrc%5Etfw">@borussia</a> und <a href="https://twitter.com/DFB?ref_src=twsrc%5Etfw">@DFB</a> +++ Kein Täter ermittelt +++ <a href="https://t.co/UwN3B393W5">https://t.co/UwN3B393W5</a><br><br>Es gibt lediglich ein Ermittlungsverfahren, keine Anklage oder gar Verurteilung. Uns liegen Infos vor, nach denen der Fan nicht beteiligt war. Glasklare Vorverurteilung!</p>&mdash; Fanhilfe Mönchengladbach (@FanhilfeMg) <a href="https://twitter.com/FanhilfeMg/status/1202545859956789248?ref_src=twsrc%5Etfw">December 5, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Der Beschuldigte bestreitet laut Fanhilfe die Vorwürfe und es sollen Foto- und Videoaufnahmen vorliegen, die belegen, dass der Fan nicht am Abbrennen von Pyrotechnik beteiligt war. Deshalb fordert die Fanhilfe eine öffentliche Richtigstellung und Neubewertung, sobald der Fall juristisch abgeschlossen ist.

(eh/sid)