Borussia Mönchengladbach: Geldsegen dank Yann Sommer und Co.

Die Fifa schüttet WM-Prämien aus: Borussia kassiert fast 1,8 Millionen für ihre sieben WM-Fahrer

Nur der FC Bayern München und Borussia Dortmund bekommen in der Bundesliga mehr Geld für ihre WM-Fahrer. Sieben Gladbacher waren in Russland, am Ende kam noch Michael Lang dazu.

Nie zuvor waren so viele Borussen bei einer Weltmeisterschaft vertreten wie im Sommer in Russland. Matthias Ginter gehörte zum deutschen Aufgebot, Jannik Vestergaard zum dänischen, Thorgan Hazard spielte für den Dritten Belgien und dann waren da noch die vier Schweizer Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic. Michael Lang, ebenfalls Schweizer, wurde während der WM Borusse.

Nun zahlt es sich aus, dass die Gladbacher so viele Männer nach Russland schickten: Die Fifa hat die Prämien für die abstellenden Klubs ausgeschüttet und Borussia kassiert 1,778 Millionen Euro. In der Bundesliga bekommen nur Borussia Dortmund (1,882 Millionen) und der FC Bayern München (2,349 Millionen) mehr.

Ginter, Vestergaard und Elvedi kamen in ihren Teams nicht zum Einsatz, der einzige Stammspieler aus Gladbach war Yann Sommer, der sein zweites Turnier als Nummer eins der Schweiz spielte. Denis Zakaria und Josip Drmic waren wie Thorgan Hazard Teilzeitarbeiter. Drmic schoss indes das einzige Borussen-Tor bei diesem Weltturnier - nach einer Vorlage seines Gladbacher Teamkollegen Zakaria erzielte er die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Eidgenossen beim 2:2 gegen Costa-Rica. Der Ausgleich der Zentralamerikaner passierte durch ein unglückliches Eigentor von Sommer.

Von keinem deutschen Klub zogen mehr Spieler ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Russland ein als von Borussia. Sechs Spieler der Gladbacher qualifizierten sich mit ihren Nationalteams für die K.o.-Runde des Turniers, nur Ginter schied mit dem deutschen Team vorzeitig aus. Beim Achtelfinal-Spiel der Schweizer gegen die Schweden (0:1), das am 3. Juli war, war Lang dann auch Borusse, da sein Vertrag am 1. Juli begann. So waren es dann dann wieder sieben Gladbacher. Sechs von ihnen schieden aus, nur Hazard blieb übrig, er schaffte es mit Belgien ins Halbfinale und auf Rang drei.

Während sich die WM für den Klub nun auszahlt, war es für die Spieler eine besondere Zeit. „Es war eine sehr gute Erfahrung. Ich will noch mehr Länderspiele machen. Es ist einfach toll, so ein Turnier zu spielen. Ich habe viele Sachen gelernt in Russland“, sagte Zakaria nun im Interview mit unserer Redaktion (Samstagausgabe). „Es war ein Traum, gegen Spieler wie Neymar zu spielen, gegen einen der Besten der Welt. Und in Brasilien gibt es viele große Spieler – gegen die die ersten WM-Minuten zu haben, war wirklich unglaublich“, sagte Zakaria.

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