Borussia Mönchengladbach: Gegen wen geht es in der Europa League?

Auslosung am Freitag : Borussias Europa-Rückkehr nach 917 Tagen

Am 19. September beginnt die Europa League. Am Freitag entscheidet sich, gegen wen und wo Borussia spielen wird.

Wenn die Borussen am 19. September das erste von sechs Gruppenspielen der Europa League bestreiten, ist das letzte Mal Europa 917 Tage her. Gefühlt gab es an jenem 16. März 2017 wenig internationales Flair, schließlich war Schalke 04, der Bundesliga-Konkurrent, der Gegner. Und das Aus war bitter: 1:1 auf Schalke und dann 2:2 daheim nach einer 2:0-Führung, die Auswärtstorregelung entschied gegen Borussia.

Den Rahmen der aktuellen Europa-Rückkehr bilden zwei rheinische Liga-Duelle, zunächst das beim Aufsteiger 1. FC Köln (14. September) und dann das daheim gegen Fortuna Düsseldorf (22. September). Wer zwischendrin der Gegner sein wird und wo das internationale Comeback der Borussen stattfindet, im Borussia-Park oder fern der Heimat, das entscheidet sich am Freitag ab 13 Uhr in Monaco. Dort ist die Gruppenauslosung der Europa League 2019/20, für die sich die Gladbacher als Fünfter der vergangenen Bundesliga-Saison qualifiziert haben. Die Champions League war möglich, doch möchten die Borussen die Europa League nicht als zweiten Preis verstehen. „Wir freuen uns darauf“, stellte Torwart Yann Sommer längst klar.

Tatsächlich war der Uefa-Cup, Vorgänger-Wettbewerb der Europa League, in den 70ern genau genommen Borussias Wettbewerb. Zweimal, 1975 und 1979 gewann sie ihn, zweimal, 1973 und 1980, kam sie zudem bis ins Endspiel. In der Neuzeit der Gladbacher Europapokal-Geschichte, die 2012 nach 16 Jahren ohne internationale Reisen begann, gab es 38 Spiele in Europa, 20 davon in der Europa League. Sieben Siege, acht Unentschieden und fünf Niederlagen stehen zu Buche, außerdem die beiden Siege in den Europa-League-Playoffs gegen FK Sarajewo (3:2, 7:0).

Borussias Trainer Marco Rose hat mit seinem Ex-Verein RB Salzburg in der Europa League in Deutschland für einiges Aufsehen gesorgt mit Erfolgen gegen die Bundesligisten Dortmund und Leipzig. 24 Spiele machte Rose mit RB insgesamt in der Europa League, 15 davon wurden gewonnen, fünf endeten remis und vier gingen verloren.

Bilanzen indes sind Garantien für nichts. Die Borussen sind gespannt auf die Gegner, die nun kommen werden, Arsenal London mit Ex-Borusse Granit Xhaka wäre reizvoll. „Ich freue mich auf die Auslosung. Wenn du den Lostopf eins liest, ist das eigentlich wie Champions League. Und wir sind dabei. Es wäre schön, wenn es Lose gibt mit Mannschaften, gegen die wir noch so häufig gespielt haben. Ich freue mich auf die Reisen mit unseren Fans“, sagte Manager Max Eberl. Mit einem Grinsen gab er sein Wunsch-Reiseziel für die Europa League bekannt: „Danzig.“ Dort ist am 29. Mai das Endspiel.