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Borussia Mönchengladbach gegen VfL Wolfsburg: Marco Roses Team verpasst zweiten Sieg in Folge

Führung gegen Wolfsburg hält nur acht Minuten : Borussia gibt zweiten Liga-Erfolg in Folge aus der Hand

Nach dem Sieg im Derby in Köln musste sich Borussia am Samstagabend mit einem Unentschieden zufriedengeben. 1:1 endete die Partie gegen den VfL Wolfsburg, eine 1:0-Führung der Gladbacher hatte nur kurz Bestand.

Borussia hat den zweiten Bundesligasieg in Folge verpasst. Gegen den VfL Wolfsburg, das bislang alle Partien Unentschieden spielte, gab es am Samstagabend nur ein 1:1. Die Führung der Gladbacher hatte nur acht Minuten Bestand, nach vier Saisonspielen hat das Team von Marco Rose damit nun fünf Punkte auf dem Konto.

Anders als erwartet, hatte Borussias Trainer nicht alle seine Top-Stürmer zur Verfügung. Alassane Plea war gegen Wolfsburg nicht dabei, jedoch war das keine Schreckens-Meldung, denn der Franzose bekam von seinem Trainer frei, weil er in der Nacht vor der Partie erstmals Vater wurde und bei seiner Familie bleiben durfte. Für ihn rückte Breel Embolo erstmals in dieser Saison in eine Pflichtspiel-Startelf, im Vergleich zum 3:1-Sieg im Derby in Köln gab es zudem eine weitere Änderung. Oscar Wendt ersetzte Ramy Bensebaini, der nach seiner späten Länderspielreisen-Rückkehr eine Pause bekam.

Zwei Wochen nach dem Köln-Erfolg ließen es die Borussen zunächst recht ruhig angehen. Sie stellten sich in den Anfangsminuten defensiv auf, ließen Wolfsburg das Spiel machen. Gladbach hatte dennoch die erste Chance des Spiels. Marcus Thuram setzte sich in der 11. Minute auf der linken Seite durch und zielte auf das kurze Eck, sein Schuss traf aber nur das Außennetz.

Noch enger wurde es zehn Minuten später. Nach einem abgewehrten Ball kam das Spielgerät über Florian Neuhaus und Breel Embolo auf die rechte Außenbahn zu Jonas Hofmann. Dessen feine Flanke landete wieder bei Neuhaus, der sich im Kopfballduell gegen John Anthony Brooks durchsetzte. Die Co-Produktion der beiden Neu-Nationalspieler endete jedoch am Pfosten.

Zweimal waren die Gladbacher in diesem Moment schon nah dran, die bis dahin beste Defensive der Liga zu überwinden. Ein Gegentor haben die Wolfsburger in den ersten drei Spielen kassiert, aber auch nur eins geschossen. Zwei Partien endeten gänzlich torlos. Nach dem ersten Viertel des Spiels im Borussia-Park sah aber wenig danach aus, dass auch am Samstagabend keine Treffer fallen würden.

Insgesamt war es ein Spiel, das wenige Höhepunkte bot, aber wenn es welche gab, wurden sie von Borussia initiiert. Nur die letzte Genauigkeit fehlte, wie auch bei der dritten Großchance, als Embolo aus fünf Metern per Fallrückzieher über das Tor schoss. Kurz danach gab es die nächste richtig gute Möglichkeit, Hofmanns Schuss zischte aber knapp am Wolfsburger Kasten vorbei. Gladbach hatte in den ersten 35 Minuten damit schon vier Top-Chancen, Wölfe-Keeper Koen Casteels musste aber keinmal eingreifen. Daran änderte auch der Kopfball von Nico Elvedi aus aussichtsreicher Position nach 42 Minuten nichts.

Nach der Halbzeitpause gab es dann die erste Gelegenheit für die Gäste. Josip Brekalo zog aus halblinker Position im Strafraum ab, doch Gladbachs Nummer eins Yann Sommer war zur Stelle und bewahrte sich die Chance, erstmals in dieser Saison ohne Gegentor zu bleiben.

War das noch ein Schuss, den Sommer durchaus halten musste, entschärfte er in der 57. Minute einen Hochkaräter. Admir Mehmedi setzte sich am Fünfmeterraum gegen Matthias Ginter durch, doch Borussias Keeper schmiss sich in den Schuss seines Schweizer Nationalmannschaftskollegen. Fünf Minuten später wehrte Sommer dann auch noch einen fulminanten Schuss von Maximilian Arnold ab.

Plötzlich war Wolfsburg dem 1:0 deutlich näher als die Borussen, die den Führungstreffer in der ersten Halbzeit verpasst hatten. Sommer war es zu verdanken, dass es nach wie vor noch beim 0:0 blieb. Der konnte sich aber selbst wenig später bei Neuhaus bedanken, der nach einem schweren Abspielfehler des Keepers im letzten Moment gegen den einschussbereiten Mehmedi rettete.

Der 23-Jährige war dann auch der Initiator in der 74. Minute. Mit einem weiten Außenrist-Pass schickte er Thuram auf die Reise, der nach einem zu kurzen Rückpass knapp vor Wolfsburg-Keeper Casteels an den Ball kam und von diesem im Strafraum gefoult wurde. Vier Minuten nach dem Foul trat Hofmann zum Elfmeter an und traf zum 1:0.

Die Führung hielt aber nur knapp acht Minuten an. Wout Weghorst kam nach einem Verlegenheitsball von Ridle Baku plötzlich acht Meter vor dem Gladbacher Tor an den Ball und machte eiskalt das 1:1. Diesmal hatte Sommer keine Chance. Im Anschluss kam keines der Teams nochmal gefährlich vor das gegnerische Tor.

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 1:1 (0:0)

Mönchengladbach: Sommer - Lainer (76. Jantschke), Ginter, Elvedi, Wendt (76. Bensebaini) - Kramer, Neuhaus - Hofmann, Stindl (70. Wolf), Thuram (85. Traore) - Embolo (69. Herrmann). - Trainer: Rose

Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Schlager (46. Gerhardt), Arnold - Mehmedi (78. Steffen), Weghorst, Brekalo (89. Philipp). - Trainer: Glasner

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Tore: 1:0 Hofmann (78. Elfmeter), 1:1 Weghorst (85.)

Zuschauer: 300

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