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Borussia Mönchengladbach: Gegen Union Berlin sollen die ersten Punkte her

Borussia gegen Union : „Wir sollten gewinnen“ - Hofmann und Wendt sind sich einig

Das letzte Aufeinandertreffen ist noch keine vier Monate her. Jetzt wollen die Borussen gegen Union Berlin im eigenen Stadion erneut ein gutes Spiel abliefern, um mit einem guten Gefühl in die anstehende Derby-Woche zu gehen.

Oscar Wendt tat überrascht. „Platz 17? Stehen wir auf Platz 17?“, sagte Borussia schwedischer Linksverteidiger zuletzt. Der Blick auf die Tabelle, das ist ein üblicher Ansatz in Mönchengladbach, ist Nebensache. Nicht nur in Zeiten des Erfolgs, sondern auch nach Niederlagen wie der am Samstag bei Borussia Dortmund. Und weil sie mit 0:3 auch noch etwas höher ausfiel, weist die Tabelle des ersten Spieltags der Saison 2020/21 Gladbach als Vorletzten der Tabelle aus.

„Es liest sich im ersten Moment nicht gut, wenn man nach dem ersten Spieltag Vorletzter in der Tabelle ist“, gestand dann auch Jonas Hofmann in einem Interview auf der Vereinsseite. Das ist eine Momentaufnahme, natürlich, zumal nach dem ersten und einzigen Spiel, doch geht es nun im ersten Heimspiel darum, die ersten Punkte zu sammeln, um das schiefe Bild des Champions-League-Teilnehmers im Tabellenkeller gleich zu korrigieren.

Das ist dann auch der gewisse Druck, der da ist im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin: „Wir haben nun schon das Gefühl, dass wir das nächste Spiel gewinnen sollten, um gut in die neue Saison zu starten. Es ist immer hilfreich, wenn man mit einem positiven Gefühl in die ersten Wochen einer neuen Spielzeit geht“, sagte Hofmann.

„Den Druck machen wir uns selbst. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und die ersten Punkte in dieser Saison holen“, stellte Wendt klar. Es sollte zum Selbstverständnis der Borussen gehören, Heimspiele wie das gegen die Köpenicker erfolgreich zu gestalten, auch wenn der nötige Respekt vor dem Unangenehm-sein des Gegners da ist. „Es wird eine harte Partie“, sagte Wendt.

So sieht es auch Trainer Rose. „Sie sind unangenehm, weil sie immer ans Limit gehen, weil sie sehr intensiv und aggressiv spielen. Aber sie haben auch Abläufe entwickelt, wie sie Gegnern auch offensiv Schwierigkeiten bereiten können“, sagte Rose. In der Defensive dürfte es für die Borussen-Abwehr etwas leichter werden als in Dortmund. Trotzdem mahnte Rose: „Wir müssen alles sauber von unserem Tor wegverteidigen, nicht nur erste und zweite Bälle, sondern auch Flanken.“

Mit dem Abgang von Sebastian Andersson haben die Eisernen ihren Zielspieler in der Offensive verloren. Andersson traf in der vergangenen Saison sowohl im Hinspiel (0:2-Niederlage für die Borussia) als auch im Rückspiel Ende Mai, das die Gladbacher mit 4:1 deutlich gewannen. Ähnlich wie damals soll es auch am Samstag laufen. „Wir wollen mit viel Spielfreude versuchen, sie zu beschäftigen und so zu Torchancen zu kommen“, sagte Rose.

Alassane Plea und Marcus Thuram könnten nach ihrem 30-Minuten-Einsatz in Dortmund nun am Samstag wieder etwas mehr Spielzeit bekommen. „Beide haben jetzt auch wieder eine Trainingswoche mehr. Trotzdem befinden wir uns insgesamt in einem Prozess, bei dem wir über Re-Integration reden. Aber sie sind auf jeden Fall ein Stück weiter“, sagte Rose.

Bei Breel Embolo ist wohl eher eine Rückkehr am 3. Oktober im Derby beim 1. FC Köln wahrscheinlich. „Wir haben ihn in dieser Woche schon integriert, aber er ist noch nicht richtig im Mannschaftstraining. Richtung Wochenende wird es eher eng“, sagte Rose.

Valentino Lazaro (muskuläre Verletzung in der Wade), Laszlo Bénes (Bandverletzung im Sprunggelenk), Andreas Poulsen (Schulter-OP) und Julio Villalba (muskuläre Probleme) fallen weiterhin aus.