Borussia Mönchengladbach gegen Schalke 04: Gladbach setzt sich durch

2:1-Erfolg: Borussia setzt sich gegen Schalke durch

Borussia hat sich mit einem Sieg gegen den FC Schalke 04 in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt. Trotz eines frühen Gladbacher Treffers blieb das Spiel lange offen.

Das zweite Heimspiel, der zweite Sieg. Nach dem 2:1 gegen Leverkusen hat Borussia nun auch den FC Schalke 04 mit diesem Ergebnis besiegt. Matthias Ginter und Patrick Herrmann trafen. Damit haben die Borussen nun nach drei Spielen sieben Punkte eingesammelt, Schalke hingegen ist noch immer ohne Punkt. Für das Team von Trainer Dieter Hecking war es vor allem aufgrund der ersten Halbzeit ein verdienter Sieg.

Hecking nahm drei personelle Änderungen im Vergleich zu den ersten beiden Saisonspielen vor. Ganz vorn war Alassane Plea, der den angeschlagenen Raffael ersetzte, zum ersten Mal von Beginn an im Spiel. Auch zwei Schweizer kamen zum Startelf-Debüt in dieser Saison. Nico Elvedi spielte indes nicht auf der für ihn angedachten Position im Zentrum der Defensive, sondern hinten rechts. Im Mittelfeld kam Denis Zakaria anstelle von Florian Neuhaus zum Einsatz. Seine Kampfkraft und seine Länge waren gefragt gegen die vielen hoch gewachsenen Schalker.

Die „Lulatsche“ auf der anderen Seite waren nach nur drei Minuten überfordert. Jonas Hofmann trat eine Ecke lang und fand Matthias Ginter, dessen Kopfball sich an Schalkes Torwart Ralf Fährmann vorbei ins Netz senkte. Ginters sechstes Tor für Gladbach, das erste in dieser Saison, brachte das frühe 1:0. Pikant: Sowohl Hofmann als auch Ginter spielten früher für Schalkes großen Rivalen Borussia Dortmund.

Die Führung war verdient, weil Borussia spielerisch überlegen war. Schalke war modisch mit den giftgrünen Trikots vielleicht etwas innovativer, doch glänzten die Gladbacher dafür fußballerisch. Vor allem Jonas Hofmann hatte Spaß am Spiel, er war immer wieder Initiator vielversprechender Offensivaktionen. So spielte er einen ganz feinen Pass auf Thorgan Hozard, der aber leicht im Abseits stand (18.) – zum Glück für Plea, denn der Franzose schoss in der Szene aus fünf Metern am Tor vorbei. „Der Fehlschuss wäre viral gegangen“, spekulierte Taktik-Experte Tobias Escher bei Twitter.

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Es gab weitere gute Chancen. Hazard scheiterte nach 29 Minuten jedoch an Fährmann, nach 37 Minuten wehrte der Torwart auch einen Kopfball von Plea ab. Chancen zum 2:0 gab es reichlich, der zweite Treffer wäre auch angemessen gewesen. Doch leicht hätte es auch 1:1 stehen können. Denn es gab den einen oder anderen Flüchtigkeitsfehler, womit Schalke Optionen vor dem Tor eröffnet wurden. Doch Yann Sommer reagierte zunächst beim Kopfball von Salif Sané überragend und griff dann auch bei Mark Uths Schuss sicher zu.

Es war wie so oft zuletzt in den Spielen der Gladbacher gegen Schalke: Sie waren überlegen, doch machten die Sache nicht fix. So blieb Schalke im Spiel und gefährlich, insbesondere bei Standards. Um den Borussen den Spielaufbau zu erschweren, nahm Franco Di Santo Borussias einzigen Sechser Tobias Strobl quasi in Manndeckung. Nach dem Seitenwechsel war Schalke dann auch weit bemühter, die dritte Niederlage in Folge abzuwenden. Das Team von Domenico Tedesco machte mehr Druck. Und traf. Doch Mark Uth stand im Abseits (50.).

Borussia war nun gefordert, sich wieder zu finden und dagegenzuhalten. Der Zugriff auf das Spiel war aber erst mal weg, kaum noch gab es die Pressing-Momente, mit denen Heckings Team im ersten Durchgang dem Gegner so große Probleme bereitet hatte. Schalke kam allerdings nicht zu großen Möglichkeiten. Die beste Gelegenheit zu treffen, bot sich Zakaria, nach Oscar Wendts Flanke zielte er jedoch per Kopf am Tor vorbei (65.). Dann spielte Hofmann den eingewechselten Patrick Herrmann frei, der aber mit links ebenfalls das Tor verfehlte.

Die Fans, die mit einer Choreo den 30. Geburtstag des FP MG Supporters Club feierten, spürten, dass die Gladbacher ihre Unterstützung brauchten und schalteten in den Dauergesang-Modus. Dass derweil im Netz nicht wenige Gladbach-Freunde fatalistisch an einige verpasste Siege gegen Schalke erinnerten, war aber nachvollziehbar. In der 72. Minute kam dann auch Christoph Kramer zu seinem Saison-Debüt, er sollte als Stabilisator tätig sein in der entscheidenden Phase des Spiels. Für die Entscheidung sorgte dann Patrick Herrmann. Nach einer Wendt-Flanke legte Plea ab und Herrmann traf mit einem gut getimten Flachschuss. Herrmann brüllte seine Freude heraus, die Fans feierten. Breel Embolo gelang in der Nachspielzeit der Anschlusstreffer.

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(kk)