Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig: Duell der Talententwickler

Borussia gegen Leipzig: Das Duell der Talententwickler

In den Tagen des Wahnsinns, die als Transferperiode bekannt sind, kreuzten sich imaginär auch die Wege von Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Beide sind an diesem Samstag ( <a href="http://www.rp-online.de/app/live-ticker/bundesliga.php#/live-e928436" target="_blank">18.30 Uhr/Live-Ticker</a>) im Bundesliga-Topspiel Gegner.

In den Tagen des Wahnsinns, die als Transferperiode bekannt sind, kreuzten sich imaginär auch die Wege von Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Beide sind an diesem Samstag (18.30 Uhr/Live-Ticker) im Bundesliga-Topspiel Gegner.

Es ging um den englischen Verteidiger Reece Oxford, den Gladbach ausgeliehen hatte von West Ham United. Es wurde kolportiert, dass die Sachsen, die unterstützt werden von einem Getränkehersteller aus Österreich, 17 Millionen Euro bieten würden.

Ob es das Angebot wirklich gab, ist unklar, doch es stand zumindest im Raum. Mithin wurde Oxford zurückbeordert nach England, und es begann für die Gladbacher ein zähes Verhandeln - weil die Londoner vermutlich den Preis in die Höhe treiben wollten. Schließlich kam Oxford am Mittwoch doch auf Leihbasis zurück zum Niederrhein. Es ist indes zu vermuten, dass es anders gekommen wäre, wenn RB Ernst gemacht hätte im Bieter-Streit.

Beide Klubs, die traditionsreiche Borussia und das von Traditionalisten ungeliebte Projekt aus Leipzig, haben einen ähnlichen Ansatz: Sie setzen auf Talente wie Oxford (19). Für die Borussen freilich, das betont Manager Max Eberl stets, ist es der einzige Weg, um sich gegen die betuchtere Konkurrenz zu behaupten. Für RB ist es ein Weg, der unter vielen, die viel Geld möglich macht, auserkoren wurde.

Die Dimensionen im Osten sind andere als im Westen. Das Leipziger Nachwuchsleistungszentrum hat 50 Plätze. Borussia weitet ihre Akademie gerade von zwölf auf 24 Plätze aus. Dass beide Klubs in einem Teich fischen, sieht Eberl daher nicht. Dafür seien die finanziellen Rahmenbedingungen zu unterschiedlich. "Sicher haben beide Vereine gezeigt, dass sie Spieler entwickeln können. Aber wir können nicht für einen 16-Jährigen 18 Millionen zahlen", sagt Eberl. Er meint Umaro Embalo von Benfica Lissabon. Der Wechsel platze, dafür lieh RB Ademola Lookman (20) vom FC Everton aus. "Es sind zwei Vereine, die jeder für sich ihren Platz gefunden haben", sagt Eberl.

Gleichwohl sind es zwei Klubs mit vergleichbaren Ansätzen auf dem Platz. Es gibt ein klares Bekenntnis zum Offensivfußball, und beide geben eben jungen Spielern eine Chance. Der Jüngste in Gladbach, Michael Cuisance (18), könnte heute erneut den verletzten Raffael ersetzen. Für beide Teams geht es darum, nach zuletzt nicht allzu ertragreichen Spielen - Borussia (31 Punkte) gewann zwei der letzten sieben Partien, Leipzig (32) ein Spiel - zu punkten, um nicht im Rennen um Europa zurückzufallen. Reece Oxford dürfte zum Gladbach-Kader gehören. Dem Fußball wäre es zuzutrauen, ihm eine wie auch immer geartete Hauptrolle zuzuschreiben.

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(kk)