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Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München: Trainer Adi Hütter ordnet das 5:0 ein

Borussias Trainer nach dem 5:0 : Wie Hütter den Kantersieg gegen die Bayern einordnet

Borussias Trainer Adi Hütter sparte nicht mit Lob nach der Gala im DFB-Pokal gegen Bayern München, wusste das Geschehen aber schon kurz nach dem Spiel richtig einzuordnen. Und er dachte im Moment des Triumphes auch an einen Jubilar.

So viel Zeit musste sein: Am Ende des Interviews in der ARD schickte Borussias Trainer Adi Hütter noch Grüße an Steffen Korell, Borussias Scoutingdirektor feierte am Mittwoch seinen 50. Geburtstag. „Ein 5:0 passt natürlich zum Fünfzigsten“, sagte Hütter, der mit seiner Mannschaft nicht nur dem Jubilar ein besonderes Geschenk gemacht hatte. Die Gladbacher hatten mit ihrer Gala gegen die Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals alle Borussenfans begeistert. Es war eine derart gute Leistung seiner Mannschaft, dass Hütter anschließend auch nicht in falsche Bescheidenheit verfallen wollte. Er war sich der Dimension des Kantersieges durchaus bewusst und würdigte dies entsprechend.

„Ich glaube, dass wir heute ein fast perfektes Spiel gemacht haben. Wir haben einen historischen Sieg gelandet. Gladbach hat Bayern noch nie im Pokal ausgeschaltet. Was mich freut, ist die Leistung, die wir gezeigt haben. Wir waren von Beginn an dominant. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich so etwas Gutes schon mal von meiner eigenen Mannschaft gesehen haben“, sagte Hütter nach den denkwürdigen 90 Minuten. Und natürlich hatte auch dem Trainer vor allem die Anfangsphase richtig gut gefallen: „Wie wir die Tore da herausgespielt haben, das war schon absolute Weltklasse.“

Eines war Hütter vor allem wichtig zu betonen: Seine Spieler hatten den Bayern eben nicht nur kämpferisch den Schneid abgekauft, sie waren gerade in der Anfangsphase auch spielerisch überlegen gewesen. Für den Coach war das nicht zuletzt der Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben Bayern gut analysiert, sie stehen immer sehr hoch und mutig im Eins-gegen-Eins, und das wollten wir provozieren, dass wir Breel Embolo in diese Situationen bekommen, und das hat super funktioniert“, sagte Hütter.

Seine Mannschaft habe schnell und mit einem Kontakt gespielt – nicht nur beim grandiosen Angriff zum 2:0, als Ramy Bensebaini eine Kombination über acht Stationen vollendete. „Aber gegen Bayern kannst du auch fast nicht anders spielen, weil sie im Mittelfeld auch eine hohe Aggressivität und ein gutes Gegenpressing haben“, erklärte Hütter, der indes auch die kleinen Schwächen im Spiel seiner Mannschaft gesehen hatte.

„Wir haben am Ende der ersten Halbzeit immer noch gepresst, sodass die Abstände zu groß wurden. Zum Teil sind wir auch in unnötige Dribblings gegangen. Deswegen haben wir in der Halbzeit angesprochen, dass wir in der Mittelfeldzone kompakt stehen wollen. Das ist uns nicht ganz gelungen über 90 Minuten, weil Bayern dann die eine oder andere Möglichkeit gehabt hat, aber auch wir haben weiter nach vorne gespielt“, sagte Hütter.

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An dieser Leistung wird seine Mannschaft nun in den kommenden Wochen und Monaten gemessen werden. Hütter selbst kam angesichts der unnötigen 0:1-Niederlage vom Wochenende bei Hertha BSC auf die derzeitige Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten zu sprechen. „Es ärgert mich, dass wir da einen solchen Rückschlag hinnehmen mussten, während wir zu Hause die Sau rauslassen“, sagte der Österreicher.

Kommenden Sonntag wird sein Team wieder im Borussia-Park spielen dürfen, dann in der Meisterschaft gegen den Aufsteiger VfL Bochum – da wartet einen ganz andere Aufgabe auf die Borussen. Hütter wird in den kommenden Tagen darauf hinarbeiten, dass seine Mannschaft an die Leistung vom Mittwochabend anknüpft. Es muss ja nicht gleich wieder etwas Historisches dabei herausspringen.

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