Borussia Mönchengladbach gegen 1. FC Nürnberg - der Faktencheck

Faktencheck : Borussias Franko-Connection bringt den Erfolg

Borussia Mönchengladbach hat den 1. FC Nürnberg 2:0 besiegt. Großen Anteil an dem Erfolg hatten die Spieler im Dress der Gladbacher, die Französisch als Muttersprache sprechen. Der Faktencheck.

Wenn die Mutter von Ibrahima Traoré bald mal wieder für die Mitglieder der Gladbacher Franko-Connection kocht und die Herrschaften danach beim gemütlich Plausch zusammensitzen, dann können sie mit was auch immer anstoßen auf das 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Denn das haben sie ganz allein bewerkstelligt, zumindest, was die Tore angeht. Das 1:0 erzielte Thorgan Hazard, der Wallone, auf die Vorlage des gebürtigen Parisers Ibrahima Traoré, das zweite Tor schaffte Alassane Plea nach der Vorarbeit des eingewechselten Michael Cuisance. Für Hazard und Plea war es jeweils das neunte Saisontor, für Traoré und Cuisance jeweils der erste Assist der Saison.

Hazard imitierte bei seinem Elfmeter den Tschechoslowaken Antonin Panenka. Der hatte im EM-Endspiel von 1976 den Ball im Elfmeterschießen gegen Sepp Maier mit einem Lupfer in die Mitte des Tores getroffen hatte. Hazards Ball flog über das Tor. Ähnlich hatte Branimir Hrgota 2013 im DFB-Pokalspiel bei Darmstadt 98 den entscheidenden Ball „vergeigt“. Während Hrgota sich für seine Aktion nur verbal entschuldigen konnte, tat es Hazard auf seine Weise: Er erzielte in der 47. Minute, zwei Minuten und eine Halbzeitpause nach seinem Fehlschuss, das 1:0 für Gladbach.

Plea erzielte sein zweites Heimtor für Gladbach. Das erste hatte er beim 3:1 gegen Frankfurt geschafft, da war es die 1:0-Führung. Seither waren 419 Einsatzminuten des Stürmers vergangen. Wie gegen Stuttgart und bei 1899 Hoffenheim spielte Plea im Sturmzentrum, so war es auch bei seinem Heim-Debüttor gegen Frankfurt. Plea ist mit insgesamt neun Toren und drei Assists Neunter der Scorer-Tabelle, sein Kollege Hazard ist Dritter mit 15 Punkten. In der Gladbacher Neuzeit haben nur Oliver Neuville und Raffael in ihrer ersten Hinrunde in Gladbach neun Tore geschafft.

Derweil blieb Yann Sommer zum siebten Mal in dieser Saison und zum dritten Mal in Serie ohne Gegentor. Wie beim 0:0 bei 1899 Hoffenheim musste er in den ersten Minuten eine starke Parade einbringen, um ein erneutes Startphasen-Gegentor zu verhindern. Das letzte Tor gegen Sommer erzielte der Leipziger Timo Werner vor 315 Minuten. In den acht Heimspielen der Hinrunde hielt Sommer fünfmal die Null fest, nur der Schalker Breel Embolo (in der Nachspielzeit beim 2:1-Sieg), der Frankfurter Ante Rebic (beim 3:1) und Hannovers Bobby Wood (in der ersten Minute beim 4:1) konnten Sommer bezwingen.

Mit dem 2:0 gegen Nürnberg endete Borussias Heimspiel-Jahr mit exakt dem Ergebnis, mit dem es begonnen hat. Am 20. Januar wurde der FC Augsburg besiegt, dabei trafen Matthias Ginter und ebenfalls Hazard. Im 16. Heimspiel 2018 gab es gegen den „Club“ den zwölften Sieg, zudem gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, jeweils ein 0:1 gegen RB Leipzig und Borussia Dortmund. Borussia holte von 48 möglichen Punkten 38 und schoss 38 Tore. Im Schnitt sahen die Zuschauer im Borussia-Park im zu Ende gehenden Jahr 2,4 Tore. Ein 0:0 gab es in den vergangenen zwölf Monaten in Gladbach gar nicht, das torreichste Spiel war das 3:3 gegen 1899 Hoffenheim am 17. März.

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