1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Für Marco Rose sind Spiele ohne Fans "ein Verlust"

Borussias Trainer bei Sky : Darum mag Marco Rose keine Geisterspiele

Erstmals seit dem Geisterderby gegen den 1. FC Köln am 11. März äußerte sich Borussias Trainer Marco Rose öffentlich. Er sagte beim Sender „Sky“, was für ihn das größte Problem bei Geisterspielen ist und worauf es ankommen wird, wenn die Saison fortgesetzt wird.

Marco Rose weiß, dass Geisterspiele notwendig sind für den Fußball, dass es keine Alternative geben wird, wenn die Saison fortgesetzt werden soll. Trotzdem mag er die Spiele ohne Zuschauer nicht. „Das Wichtigste für uns alle sind unsere Fans. Spiele ohne Fans bedeuten für uns einen großen Verlust. Die Fans pushen uns im Stadion, sie können mit ihrem Support Ergebnisse beeinflussen“, sagte Borussias Trainer am Sonntag in der Sky-Sendung „Wontorra – Allein zu Haus“. Es war Roses erster öffentlicher Auftritt seit dem Geisterderby seines Teams gegen den 1. FC Köln (2:1) am 11. März.

Für Rose spielen Emotionen im Fußball eine große Rolle und er hat schon öfter klargestellt, dass sein Team auch für die Fans spielt. Die Gladbacher sind mit 29 Punkten das drittbeste Heimteam der bisherigen Saison – das unterstreicht Roses Worte. „Natürlich sind wir eine Heimmacht, die Fans werden fehlen, sie sind ein wichtiger Faktor“, gestand er. „Aber wir müssen nicht anfangen über solche Dinge zu diskutieren. Den Nachteil haben aber alle und wir müssen die Jungs darauf mental vorbereiten“, sagte Rose, dessen Mannschaft seit dem 6. April wieder auf dem Platz ist und in Kleingruppen trainiert.

Dabei ist es den Profis freigestellt, an den Einheiten teilzunehmen. „Es gibt vom Klub die klare Ansage: Wenn sich jemand mit der Situation nicht identifizieren kann und sich nicht wohlfühlt, weil er möglicherweise auch kleine Kinder zu Hause hat, ist es kein Problem, wenn die Jungs zu Hause bleiben. Dann kriegen sie dort ihren Trainingsplan. Es ist mehr oder weniger freiwillig hierher zu kommen. Trotzdem nehmen es alle wahr“, sagte Rose. Jeder Spieler müsse morgens vor dem Training „zwei Fragen zum Gesundheitszustand beantworten, wenn dort etwas aufkommt, worüber wir reden sollten, schaltet sich sofort der Doktor ein“.

Wenn es weitergeht mit der Saison, dann wird der Erfolg vor allem auch eine Sache des Kopfes sein, vermutet Rose. „Ich glaube, dass die Teams erfolgreich sein werden, die am besten mit der Gesamtsituation umgehen werden und die richtige Haltung zur Situation finden“, sagte Rose. „Natürlich ist es möglich, dass man dann in ein Fahrwasser kommt, in dem man vorher nicht war. Es ist ein Reset-Knopf gedrückt worden“, sagte Rose.

Wann es weitergeht, darüber will Rose nicht spekulieren. „Bei dem Thema halte ich mich komplett zurück, weil ich glaube, dass wir gut daran tun, nichts zu fordern. Die Entscheidung für die Politik ist schwer genug, deswegen sollten wir jetzt nicht über Daten sprechen, die irgendjemanden unter Druck setzen“, sagte Rose. „Ich glaube aber schon, dass wir im Fußball die Möglichkeit haben, den Leuten ein Stück weit Perspektive und Zuversicht zurückzugeben, wenn sie irgendwann wieder am Samstagnachmittag ihre Mannschaft zu Hause anfeuern können“, fügte er hinzu.