Borussia Mönchengladbach: Fohlenradio-Reporter Christian Straßburger auf Platz eins

Der Thuram am Mikrophon ist die Nummer eins : Fohlenradio-Reporter Straßburger vorn in den O-Ton-Charts

Die „1 Live“-Hörer haben die emotionale Reportage von Fohlenradio-Reporter Christian Straßburger auf Platz eins der O-Ton-Charts gewählt. Der Mann kommentiert wie Borussias Franzose Marcus Thuram spielt. Emotionale Tor-Reportagen haben in Gladbach Tradition.

Borussia Mönchengladbach ist die Nummer eins im deutschen Fußball. Sie ist Spitzenreiter seit dem 6. Oktober. Und in der Europa League AS Rom-Besieger. An beiden Erfolgsgeschichten hat Marcus Thuram einen gehörigen Anteil. Weil er in den letzten Wochen einen bemerkenswerten Lauf hatte. Aber auch, weil er mit seinem Spiel Emotionen weckt.

Wie gegen Rom. Da traf er in der fünften Minuten der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg. Der Borussia-Park bebte, mancher fühlte sich gar an die bis dato größte Gefühls-Eruption im Eigenheim der Borussen beim legendären Relegations-Tor von Igor de Camargo 2011 erinnert.

Einer, der besonders extrem auf das Tor-Erlebnis reagierte, war Fohlenradio-Moderator Christian Straßburger. Er rief seine Freude über das späte Tor wild heraus und kam zu dem Schluss: „Fußball, du geiles Stück!“

Das Tonstück ging in den sozialen Netzwerken viral und ist nun das, was Borussia im Fußball ist: die Nummer eins. In den O-Ton-Charts des WDR-Senders „1 Live“. Abgestimmt wurde online, Strassburger bekam die meisten Stimmen.

Der Mann am Mikrophon des Fohlenradio ist bei den Gladbach-Fans längst Kult, seine Übertragungen der Spiele werden stets gefeiert. „Strassi“ kommentiert wie Thuram spielt: Mit viel Wucht und Emotionen. Seine Tor-Jubelei ist wie das Fahnenschwenken des Franzosen: ein Markenzeichen.

Emotionale Reporter-Kommentare zu späten Gladbach-Toren haben Tradition. 2009, als Roberto Colautti in letzter Minuten das 1:0-Siegtor gegen Schalke 04 erzielte, war es Radioreporter Andreas Cüppers, der verbal „steil“ ging. Colauttis Tor war der erste Teil der Last-Minute-Rettung jener Saison, es ist seither eng verbunden mit dem Namen von Reporter Cüppers, so wie jetzt Thuram und Straßburger.

Beide waren in dem Moment bekennend von Sinnen, er eine im Abstiegskampf, der andere im Europa-Rennen. „Ich werd verrückt“, schrie Cüppers damals, als Colautti traf. „Ich werd bekloppt“, ließ Straßburger nach Thurams Tor wissen. Zuvor hatte es jeweils ein zigfaches „Tor“ gegeben, mit wachsender Anzahl der „o’s“.

Beide Reportagen machen hörbar, welche Gefühle im Fußball liegen, das ist ihre Qualität. Beide Reporter haben diesen Gefühlen freien Lauf gelassen, sie kamen pur und ungefiltert aus ihnen heraus. Sie damit den Soundtrack gemacht zu den Toren von Colautti und Thuram. Großes Kino. Eines Spitzenreiters würdig.