Borussia Mönchengladbach: Fohlenelf trifft in der Nachspielzeit zum Remis

1:1 in Europa League : Herrmann sichert Borussia Remis in der Nachspielzeit gegen Istanbul

Borussia Mönchengladbach konnte in der Europa League zumindest einen Punkt aus Istanbul mitnehmen. Bei Basaksehir FK spielte die Fohlenelf 1:1. Patrick Herrmann rettete die Gladbacher in der Nachspielzeit.

Patrick Herrmann hat mit seinem Joker-Tor Borussia in letzter Minute einen Punkt bei Basaksehir Istanbul gerettet. Damit hat der Flügelspieler mit seinem ersten Saisontor eine unangenehme Niederlage abgewendet, die Borussias Chancen in der Europa-League arg geschmälert hätten.

In der Europa-League gab es zuletzt 2012 einen Start mit einem Punkt aus zwei Spielen. Dank Herrmanns Tor kamen die Borussem dem Auftrag ihres Trainers nach: „Wir wollen in Europa überwintern, darum müssen wir schnell anfangen zu punkten, am besten in Istanbul“, hatte Marco Rose vorab gesagt und durchaus darauf verwiesen, dass drei Punkte mit Blick auf das vorangegangene 0:4-Debakel gegen Wolfsberg im ersten Spiel durchaus sinnvoll wären, um am Ball zu bleiben in diesem Wettbewerb. Was der eine Punkt wert, wird sich zeigen. Der Wolfsberger AC spielte zeitgleich 1:1 gegen den AS Rom.

Rose schickte jene elf Spieler auf den Rasen, die auch beim 3:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstag angefangen hatten. Allerdings spielte Breel Embolo nicht wie in Sinsheim die zentrale Spitze, sondern war die „Zehn“ hinter den beiden Spitzen Marcus Thuram und Alassane Plea.

Doch es wurde schnell klar, dass es wie erwartet kompliziert werden würde gegen den türkischen Vizemeister der Vorsaison. Für Rose und seine Co-Trainer Alexander Zickler und René Maric gab es ein Wiedersehen mit Fredrik Gulbrandsen, mit dem sie in der vergangenen Saison noch bei RB Salzburg zusammengearbeitet hatten. Sein Kollege Daniel Aleksic hatte die erste große Chance. Nach drei Minuten nahm er einen Ball direkt, aber Yann Sommer im Gladbacher Tor reagierte prächtig und verhinderte das frühe 0:1. In der 24. Minute tauchte Edin Visca allein vor Sommer auf, der erneut abwehrte.

Zuvor hatten die Borussen einige gute Aktionen nach vorn auf den Rasen gebracht. Alassane Plea visierte als erster das Tor an. Einen Freistoß schoss er in die Mauer, den Nachschuss dann am Tor vorbei (14.). Dann war Marcus Thuram mit dem Kopf da, doch Torwart Mert Günok lenkte den Ball über die Querlatte. Borussia Spiel wirkte organsierter, doch war Basaksehir mit seiner sehr körperlichen und unruhigen Art immer wieder in der Lage, gefährlich vor das Gladbacher Tor zu kommen. Nach 36 Minuten wehrte Sommer einen Distanzschuss von Ifran Kahveci gerade eben noch ab. So war es zur Pause ein glückliches 0:0 für die Gladbacher.

Nun Minuten nach der Pause hatte dann Visca seinen großen Auftritt. Er enteilte der Gladbacher Abwehr, die in der Szene zu offen stand, und schoss den Ball an Sommer vorbei in die kurze Ecke. 1:0 für Besaksehir, der Schock für Gladbach. Der zweite schon an diesem Abend. Denn zur Pause musste Plea raus, der sich bei einem Foul von Enzo Crivelli verletzt hatte. Raffael kam für ihn. Der „Maestro“ spielte nun hinter den Spitzen, Embolo rückte in die Spitze. Später kam auch noch Patrick Herrmann für Christoph Kramer. Rose hatte nun seine Offensiv-Optionen auf den Platz gebracht.

Patrick Herrmann (l). Foto: AFP/OZAN KOSE

Doch es war spürbar, dass die Geschichte des Spiel verfahren war. Basaksehir setzte nur auf den Faktor Zeit, Konter und eine gewisse Härte. Es ging darum, die Borussen weiter zu beeindrucken. Gladbach versuchte, sich frei zu machen und die Niederlage abzuwenden. Doch die Uhr tickte gegen die Borussen. Kurz bevor sie ablief, traf Herrmann.

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