Borussia Mönchengladbach Fohlenbesuch in der Kinderklinik

Mönchengladbach · Grüne Schoko-Nikoläuse, Zipfelmützen und ein Zauberhut: Im Elisabeth-Krankenhaus brachten die Borussia-Spieler André Hahn und Lars Stindl nicht nur Geschenke für die Kinder mit, sondern erhielten von den kleinen Patienten auch einen Glücksbringer für die gesamte Mannschaft.

André Hahn und Lars Stindl besuchen Elisabeth-Krankenhaus
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Borussia-Profis zu Besuch im Elisabeth-Krankenhaus

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Foto: Hans-Peter Reichartz

Mit Fohlen-Maskottchen Jünter im Schlepptau werden die Kicker André Hahn und Lars Stindl mit Begeisterung begrüßt. Und nicht nur die Kinder auf den Stationen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin an der Hubertusstraße strahlen - auch das Personal freut sich über die prominenten Gäste. Der Besuch der Sportler hat im Elisabeth-Krankenhaus seit Jahren Tradition: "Wir haben 1999 damit angefangen", sagt Dr. Wolfgang Kölfen, Chefarzt des Krankenhauses. "Damals kam Hans Meyer zu uns."

Der Flur der Station K 4 im Klinikum ist mit schwarz-grünen Girlanden geschmückt, aus den Lautsprechern schallt fröhliche Partymusik. Währen Hahn und Stindl fleißig Autogramme verteilen, Hände schütteln und für Fotos mit den kleinen und großen Fans posen, macht das Maskottchen Stimmung und zaubert selbst den kleinsten Patienten auf dem Arm der Eltern ein Lachen ins Gesicht.

Zum Aktions-Tag habe das Klinikum sich im Vorfeld "bedeckt gegeben", berichtet der Chefarzt. Der sportliche Besuch sei sehr beliebt. "Manche, die im vergangenen Jahr hier behandelt wurden, versuchen sich reinzuschleichen und schwänzen sogar die Schule dafür", sagt er und lacht. "Das wollen wir natürlich nicht."

Auch ohne zusätzliche Gäste ist der Trubel auf den Stationen groß: Nach dem großen Treffen begibt sich die Delegation der Fohlen-Elf auf einen Rundgang zu Patienten, die nicht zur Begrüßung kommen können. Dabei treffen die Spieler sogar auf einen 13-jährigen Fan, der passend zum Anlass ein Vereinstrikot angezogen hat.

Bei dem gemeinsamen Treffen gibt es für die Kinder Schokolade, Nikolausmützen und Fahnen mit Unterschriften. Auf der Intensivstation, wo viele Frühchen versorgt werden, verteilen die Spieler Babymützen- und Söckchen. Auch viele Eltern, die an den Brutkästen Wache halten, lächeln und freuen sich über den Spielerbesuch.

Als große Borussia-Fans entpuppen sich die Mitarbeiter auf der Intensivstation. Das anwesende Pflege-Team lässt sich nicht die Gelegenheit entgehen, mit den Profis ein Foto zu machen. "Das ist wie ein Familientreffen bei uns", erzählt Kölfen. "Wenn die Spieler zu Besuch sind, kommen Mitarbeiter aus anderen Stationen dazu, es ist für uns alle ein besonderes Ereignis." Den Gang zwischen den Stationen nutzt auch der Chefarzt, um mit den Sportlern über die Arbeit auf dem Spielfeld zu reden.

Zum Ende des Besuchs wird den Spielern der Fohlen-Elf ein Glücksbringer überreicht: ein Hut, in den die Kinder gute Wünsche auf Papp-Sterne geschrieben haben, und einen Zauberstab mit über hundert Punkten an einem dünnen Faden. "Wenn die mal gebraucht werden, können die Spieler sich welche abschneiden", erzählt der Chefarzt. "Der Zauberhut hilft weiter, wenn nichts anderes geht." Im vergangenen Jahr habe die Mannschaft fleißig Nutzen von dem Talisman gemacht, sagt er.

(juz)
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