Borussia Mönchengladbach: Florian Neuhaus sieht sich auf gutem Weg

Spaß an Borussias neuem System : Unter Rose wird Neuhaus zum Dauerläufer

Florian Neuhaus fühlt sich im neuen Spielsystem mittlerweile wohl. Besonders in Sachen Fleiß hat Borussias Mittelfeldspieler in den vergangenen Wochen zugelegt.

Florian Neuhaus machte zu Beginn der Saison keinen Hehl daraus, dass die Spielweise von Trainer Marco Rose etwas komplett Neues für ihn ist, und etwas, was zu seiner bisherigen Spielweise nicht passte. Doch er wollte daran wachsen, es lernen und ein kompletterer Spieler werden. „Und ich glaube, dass es immer besser wird“, sagt Neuhaus. „Wir kommen als Mannschaft derzeit immer über 120 Kilometer in der Laufleistung und ich bin nun auch viermal etwa 12,7 Kilometer gelaufen. Das ist sehr wichtig für unser Spiel und das ist auch eine Zahl, bei der ich für mich persönlich sage, dass das sehr ordentlich ist. Ich bin ziemlich fit, fühle mich gut und es macht Spaß.“

Der Fleiß und die harte Arbeit, beides elementare Dinge im Rose-System, hat Neuhaus also bereits verinnerlicht. In der Scorerliste ist sein Leistungssprung noch nicht zu sehen. Bislang war der Mittelfeldspieler erst an einem Tor beteiligt, er erzielte beim 3:0-Sieg bei 1899 Hoffenheim den Treffer zum Endstand. Für einen Akteur in einer derart offensiven Position ist das noch zu wenig.

Dennoch setzt Rose auf Neuhaus, die Ligapartien gegen Augsburg (5:1) und in Dortmund (0:1) waren die einzigen Spiele, in denen der 22-Jährige nicht in der Startelf stand. Er hat also auch einen großen Anteil am Erfolg der Borussen und der damit verbundenen Tabellenführung. „Dass es so gut läuft, ist ein schönes Gefühl und ich denke, man sieht auf dem Platz, dass wir uns aktuell sehr wohl fühlen“, sagt Neuhaus.

Was er vielen seiner Kollegen voraus hat, ist, dass er selbst noch nicht mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Ein Bonus ist da, dass Neuhaus in der vergangenen Länderspielpause wirklich regenerieren konnte. „Natürlich kam mir das entgegen, die freie Zeit haben wir alle gut genutzt, um zu regenerieren und individuell zu arbeiten“, sagt Borussias Mittelfeldspieler. „Das hat mir gut getan. Was in der nächsten Länderspielpause ist, weiß ich auch noch nicht.“

Neuhaus hat schonmal erlebt, dass man auch als nicht favorisiertes Team die Spitzenposition in einer Liga bis zum Schluss behaupten kann. Als er als Leihspieler mit Fortuna Düsseldorf vorletzte Saison in die Bundesliga aufstieg, war der Gladbacher Nachbar auch keines der am höchsten gehandelten Teams. Nicht auszuschließen, dass Borussia in dieser Saison einen ähnlichen Werdegang erlebt. „Man fühlt schon, dass wir mit ein paar Siegen gut unterwegs sind. Es fühlt sich gut an und wir wollen diesen Weg einfach weitergehen“, sagt Neuhaus. „Wir haben jetzt ein wichtiges Spiel in der Europa League, wo wir bislang noch nicht so erfolgreich waren. Darauf konzentrieren wir uns jetzt, und was in der Zukunft passiert, wird man sehen.“

Am Donnerstag geht es für Borussia darum, sich mit einem Erfolg gegen AS Rom die Chance auf das Weiterkommen im Europapokal zu bewahren. „Das nehmen wir uns auf jeden Fall vor. Der Sieg in Leverkusen gibt uns wieder Selbstvertrauen und wir wollen hier zu Hause gegen Rom unbedingt gewinnen“, sagt Neuhaus. „Wir wissen, dass wir in der Europa League noch nicht die Leistungen wie in der Liga gezeigt haben. Das Hinspiel gegen Rom (1:1, Anm. d. Red.) war schon ein Schritt in die richtige Richtung und nun wollen wir es im Rückspiel noch besser machen.“

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