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Borussia Mönchengladbach: Florian Neuhaus kann mal Michael Cuisance als Rendite-König ablösen

Neuhaus kann mal Cuisance ablösen : Diese Borussia-Transfers sind die Rendite-Könige

Gladbachs Kaderwert steigt immer mehr. In der Vergangenheit hat Borussia schon häufig günstig eingekauft und teuer verkauft. Es gibt wieder viele Spieler, deren Preis seit ihrer Verpflichtung stark gestiegen ist.

Am Mittwoch hat das Portal transfermarkt.de sieben Marktwerte bei Spielern der Borussen angeglichen, alle sind deutlich gestiegen. Das Gladbacher Team wird, abgesehen vom zwischenzeitigen Absturz wegen der Corona-Pandemie, der alle Klubs traf, immer wertvoller. Und es befinden sich wieder viele Spieler im Kader, bei denen Borussia, wenn diese Akteure irgendwann den Verein verlassen werden, eine riesige Rendite erzielen.

Denis Zakaria ist der Mann mit dem größten Wert, auf 40 Millionen Euro wird er eingeschätzt. Er kam 2017 für zwölf Millionen Euro. Sollte Borussia den Schweizer, der laut Max Eberl auch in der nächsten Saison sicher in Gladbach spielen werde, mal verkaufen, dann sicher über dem Marktwert. So wären es schon 28 Millionen Euro Gewinn.

Beim Vergleich zwischen Ablöse und jetziger Bewertung ist Marcus Thuram schon nach einem Jahr 23 Millionen Euro im Plus. Er kostete im Sommer 2019 neun Millionen Euro und ist nun 32 Millionen Euro wert. Große Gewinngeschäfte würden unter anderem auch Matthias Ginter (für 17 Millionen Euro gekauft, jetzt 28 Millionen Euro wert), Nico Elvedi (für vier Millionen Euro gekauft, heute 28 Millionen Euro wert), Ramy Bensebaini (für acht Millionen Euro gekauft, jetzt 15 Millionen Euro wert) und Alassane Plea (für 23 Millionen Euro gekauft, heute 30 Millionen Euro wert) bei einem Verkauf nach jetzigen Konditionen sein. Die größte Rendite gäbe es aber bei Florian Neuhaus. Eberl verpflichtete ihn 2017 ablösefrei von 1860 München, nun ist er 23 Millionen Euro wert. Bei allen genannten Spielern ist die Tendenz übrigens weiter steigend.

Doch nicht nur der aktuelle Kader beinhaltet viele potenzielle Rendite-Könige, in den vergangenen Jahren kaufte Borussia schon immer wieder Spieler für recht kleines Geld ein und verkaufte sie einige Jahre später für eine deutlich höhere Summe. Die Nummer eins in dieser Hinsicht ist Michael Cuisance. Für 250.000 Euro verpflichtete Borussia den jungen Franzosen 2017, im vergangenen Sommer wechselte er für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern – das ist das 48-fache des Einkaufspreises. Da kann selbst Marco Reus nicht mithalten, der Borussia 2009 eine Million Euro kostete und 2012 für etwas mehr als das 17-fache Gladbach verließ, Borussia Dortmund zahlte für ihn 17,1 Millionen Euro.

Es folgten Max Kruse, dessen Wert sich bei Borussia fast verfünffachte (für 2,5 Millionen Euro gekauft, für zwölf Millionen Euro verkauft), bei Granit Xhaka lag die Rendite sogar noch ein wenig höher beim fast Sechsfachen (für acht Millionen Euro gekauft, für 45,5 Millionen verkauft). Für Jannik Vestergaard, den Borussia 2016 für 12,5 Millionen Euro aus Bremen holte, gab es nach zwei Jahren den doppelten Einkaufswert, er ging für 25 Millionen Euro zum FC Southampton, bei Thorgan Hazard (für acht Millionen Euro gekauft, für 25,5 Millionen Euro nach Dortmund verkauft) war es sogar mehr als das Dreifache.

Wenn es nach Eberl geht, wird in diesem Sommer kein neuer Rendite-Königs hinzukommen. Der Sportdirektor hat betont, keinen Leistungsträger trotz der Corona-Verluste abgeben zu müssen und keinen verkaufen zu wollen. Sollte ein Mega-Angebot kommen, kann sich das aber ändern – mit viel Schmerzensgeld verbunden.