Neuhaus erstes Opfer der Gelb-Flut Borussia schaltet im Endspurt in den Kampfmodus

Mönchengladbach · Florian Neuhaus kassierte beim 1:2 gegen Dortmund wegen Handspiels die fünfte Gelbe Karte und fehlt Borussia gegen Köln. Mit der Verwarnung liegt Neuhaus im Trend. In Gladbachs Heimspielen gab es zuletzt eine regelrechte Gelb-Wellen.

Florian Neuhaus hat gegen den BVB seine fünfte Gelbe Karte bekommen.

Florian Neuhaus hat gegen den BVB seine fünfte Gelbe Karte bekommen.

Foto: Dirk PŠffgen/Dirk PŠffgen (dirk)

Florian Neuhaus hält sich aus dem Derby gegen den 1. FC Köln raus – so kann man die Szene beschreiben, in der der Mittelfeldspieler beim 1:2 der Gladbacher gegen Borussia Dortmund seine fünfte Gelbe Karte dieser Saison kassierte und somit für das Nachhol-Derby am Mittwoch gesperrt ist. In der Schlussphase hielt er die Hand in die Flugbahn des Balles, um einen BVB-Angriff zu verhindern. Dafür sah er Gelb.

Bundesliga 19/20: Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund - die Fohlenelf in der Einzelkritik
16 Bilder

Gladbach - Dortmund: die Fohlenelf in der Einzelkritik

16 Bilder
Foto: dpa/Bernd Thissen

In einem Spiel, in dem Schiedsrichter Sascha Stegemann insgesamt neun Gelbe Karten zückte (fünf davon für Gladbach) wäre es fast verwunderlich gewesen, wenn es nicht auch einen der fünf vorbelasteten Borussen getroffen hätte. Am Ende war es kurz vor dem Ende Neuhaus, der die fünfte Gelbe bekam und nun eine unfreiwillige Pause einlegen muss in der Englischen Woche. Ausgerechnet das Derby zu verpassen, das wird ihn schon ärgern.

Torschütze Lars Stindl, Tony Jantschke, der früh für den verletzten Denis Zakaria übernahm, und Breel Embolo, der in der Schlussphase eingewechselt wurde, kamen ungeschoren davon. Sie gehen daher weiterhin mit vier Verwarnungen auf dem Konto ins nächste Spiel. Patrick Herrmann ist der Vierte in dieser Riege, er kam gegen den BVB nicht zum Einsatz.

Bundesliga 19/20: Gladbach- und BVB-Fans protestieren mit bannern gegen den DFB
10 Bilder

Gladbach- und BVB-Fans setzen Protest fort

10 Bilder
Foto: dpa/Bernd Thissen

Im Spiel gegen Dortmund setzte sich fort, was sich schon gegen Hoffenheim angedeutet hatte: In der entscheidenden Saisonphase werden die Spiele intensiver. Sieben Gelbe Karten gab es im Hoffenheim-Spiel, insgesamt „hagelte“ es in den letzten 180 Minuten im Borussia-Park 16 Verwarnungen. Neun davon kassierte Borussia.

„Die Jungs haben einen großen Fight abgeliefert“, befand Trainer Marco Rose. Auch das gehört zu dem, was er dem Gladbacher Team geben sollte: mehr Härte gegen sich selbst und den Gegner. Das spiegelt sich im Karten-Tableau wider: 57 Gelbe Karten gab es schon gegen Gladbach, dazu kommen zwei Gelb-Rote. Nur drei Teams stehen in der Fairplay-Tabelle hinter Borussia. Den Höchstwert in dem Klassement hat der kommende Gegner der Borussen, der 1. FC Köln, mit ebenfalls 57 Gelben, einer Gelb-Roten und zwei Roten Karten. 70:63 Punkte ist der Stand an dieser Stelle für die Kölner.

Was für das Derby bedeutet: Es könnte am Mittwoch (18.30 Uhr) ein bunter Abend werden im Borussia-Park. In den bisherigen drei Heimspielen gab es eine sukzessive Steigerung: Fünfmal Gelb gab es im Mainz-Spiel, zwei mehr gegen Hoffenheim und nochmal zwei mehr gegen Dortmund. Folgt man der bisherigen Logik der Gladbacher Heimspiele im Jahr 2020, kann es im Derby zweistellig werden.

Der Gelbe-Karten-Rekord für ein Profi-Spiel in Deutschland liegt derzeit übrigens laut DFB bei 13 in einem Spiel. Zweimal gab es das, jeweils war 1860 München als Heimteam beteiligt, einmal gegen den 1. FC Magdeburg, dann gegen den Chemnitzer FC.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort