1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Fans sparen Klub 400.000 Euro Rückzahlung

Keine Dauerkarten-Erstattung : Fans sparen Borussia 400.000 Euro

Viele Fans der Borussen haben auf die Rückerstattung für ihre Dauerkarten verzichtet und dem Klub damit viel Geld gespart. Finanzchef Stephan Schippers hat erklärt, wie Gladbach zukünftig mit dem Ticket-Thema umgehen wird.

In dieser Woche werden die Borussen den Dauerkarteninhabern die Kosten für die fünf Heimspiele der Rückrunde, die sie nicht besuchen konnten, zurücküberweisen. 30.000 Fans haben ein Saisonticket, doch längst nicht alle bestehen darauf, dass die Gladbacher ihnen ihr vor Beginn der Spielzeit bezahltes Geld zurückzahlen. „5.800 Personen haben darauf verzichtet“, sagte Finanzchef Stephan Schippers am Mittwoch. 400.000 Euro spart diese Geste der Fans den Klub ein.

Der 52-Jährige erklärte zudem, wie mit den Dauerkarten für die neue Saison umgegangen wird. „Ich glaube, dass viele der 30.000 Dauerkarteninhaber auch in der nächste Saison wieder eine Karte haben wollen. Die bekommen sie, aber wir ziehen zunächst nur 50 Prozent der Kosten ein“, sagte Schippers. Denn Borussia rechnet erstmal damit, dass bis zum Jahresende kein normaler Spielbetrieb im Stadion stattfinden kann, sprich nicht wie gewohnt alle Fans in die Arenen dürfen. „Aber die Dauerkarten können sofort aktiviert werden, sobald mehr als 30.000 Zuschauer zugelassen sind“, sagte Schippers.

Die Gladbacher sind optimistisch, dass in der kommenden Saison die Spiele wieder mit Fans stattfinden. Die Deutsche Fußball-Liga und die Klubs arbeiten derzeit an den Konzepten. „Für uns lohnt sich jeder, der im Stadion ist, gar nicht nur aus finanziellen Gründe, sondern weil es wieder ein Schritt in die Normalität ist und wir uns auf unsere Fans freuen“, sagte Schippers.

Was die Ticketvergabe angeht, bekommen die Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht. Es soll für jedes einzelne Spiel Verkaufsphasen geben, in die Dauerkarteninhaber ein Tagesticket zum normalen Preis kaufen müssen. Es gibt nur Einzelplätze, jeder Sitzplatz (Stehplätze wird es wohl nicht geben) muss genau gewählt werden und die Tickets sind personalisiert, damit die Nachverfolgung im Falle einer Corona-Infektion gewährleistet ist.

Der Lage angepasst haben sich die Borussen auch in ihren Überlegungen über die Preise für die Dauerkarten. „Wir hatten überlegt, die Preise zu erhöhen, aber jetzt, wo so viele Menschen in Kurzarbeit oder sogar arbeitslos sind, sind wir der Meinung, dass wir das nicht machen, deswegen bleiben die Preise, wie sie sind“, sagte Schippers.