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Borussia Mönchengladbach: Fans haben Probleme beim Einlass in Istanbul

Probleme beim Einlass in Istanbul : Gladbach-Fans klagen über „unhaltbare Zustände“ vor Anpfiff von Europa-League-Spiel

Vor dem Anpfiff des Gladbacher Europa-League-Spiels in Istanbul soll es zu unschönen Szenen vor dem Stadion gekommen sein. Die Fanhilfe schilderte die Vorgänge, die Fans sollen am Eingang ins Stadion gehindert worden sein.

20 Minuten vor dem Anpfiff des Europa-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Basaksehir FK in Istanbul waren die Ränge des knapp über 17.000 Menschen fassenden Stadions noch weitgehend verwaist. Die dann doch rund 1400 mitgereisten Borussia-Fans waren da noch auf dem Weg ins Stadion, den sie gesammelt in Bussen anzutreten hatten. Als sie ankamen, gab es Ärger mit der Polizei.

Die Polizei beschlagnahmte beim Einlass unangekündigt Fahnen der Gladbach-Fans, auf denen das Mönchengladbacher Stadtwappen und das Wort „Ultras“ zu sehen war. Es war vorab nicht angekündigt worden, dass keine Fahnen erlaubt waren, teilten die Gladbacher Fan-Beauftragten mit.

Borussias Fans seien friedlich gewesen, erst die Situation sei durch die Aktion der Polizei eskaliert. Die Uefa soll nicht eingegriffen haben, hieß es von Seiten der Fanhilfe, die den Vorfall ausführlich auf Twitter schilderte, weiter.

Ob es Festnahmen gab, ist noch nicht bekannt. Borussias Ultras verzichteten wegen der Aktion auf einen breit angelegten Support.

Die Fanhilfe Mönchengladbach twitterte weiter: „Unhaltbare Zustände am Gästeblockeingang in Istanbul. Der zwangsweise angeordnete Buskonvoi kam mit massiver Verspätung an, hunderte Fans stehen noch vor dem Tor. Die Polizei hat aufgrund des entstandenen Gedränges mehrere Fans in Gewahrsam genommen.“ Laut Fanhilfe kam es zu einem Gedränge am Eingang. Die Fans seien erst kurz vor knapp am Stadion angekommen. Zudem seien am Eingang auch noch die Drehkreuze kaputt gewesen.

Es soll nicht nur bei Beschlagnahmungen der Fahnen geblieben sein. Laut Fanhilfe soll es auch zwischenzeitliche Ingewahrsamnahmen, Drohungen und Anwendung von körperlicher Gewalt gegeben haben. „Entstanden ist dies durch die zu späte Ankunft (großteils nach Anpfiff), die die Polizei zu verantworten hat“, schildert die Fanhilfe den Vorfall weiter.

Jene Fans, die allein und nicht im Konvoi zum Stadion kamen, wurden von den Ordnern gleich zurechtgewiesen: „Es gibt nur einen Bereich für Gladbach-Fans“. Eine Anweisung der Uefa sei da gewesen, zitiert die Fanhilfe einige Ordner. Doch eine solche Anweisung gebe es gar nicht, hieß es weiter.

Die Anhänger des Heimklubs, der vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoan mitgegründet wurde, kommen ohnehin nicht in Scharen zu den Spielen ihres Teams. Der Verein hat keine gewachsene Fanstruktur. So waren nur rund 5000 Menschen Augenzeuge des Spiels, rund um das Stadion war dennoch ein umfangreiches Polizeiaufgebot samt Wasserwerfern zu besichtigen.

Borussias Manager Max Eberl kündigte nach dem Spiel an, bei der Uefa Protest wegen der Behandlung der Gladbacher Fans einzulegen.