Borussia Mönchengladbach: Faktencheck zur Niederlage gegen Wolfsburg

Faktencheck : Kramer fällt bei Borussia auf

Borussia Mönchengladbach hat auch gegen den VfL Wolfsburg kein Tor geschossen. Die derzeit mangelhafte Chancenverwertung ist das größte Problem der Fohlen. Mut macht die Leistung von Christoph Kramer.

Die Bilder gleichen sich seit drei Wochenenden: Gegen den VfL Wolfsburg waren die Borussen in der ersten Halbzeit die dominante Mannschaft, erspielten sich zwei hundertprozentige Torchancen, aber kassierten kurz vor der Halbzeit das 0:1. So lief es in der Vorwoche auch in Frankfurt. Denis Zakaria vergab eine sehr gute Chance, Danny da Costa traf kurz vor dem Halbzeitpfiff für den Gegner. Vor zwei Wochen gegen Berlin verpasste es Michael Lang, die Borussen in Führung zu schießen, stattdessen netzte Salomon Kalou für die Hertha ein. Das Portal „wahretabelle.de“ zählte in den vergangenen drei Partien 14 Torchancen für die Gladbacher. Verwandelt wurde nur eine davon, dabei war das 1:1 durch Zakaria in Frankfurt gar keine dieser großen Gelegenheiten, sondern ein Fernschuss. Ein Moment, in dem Borussia das Glück erzwang, das oft fehlte.

So ist es auch bei Standardsituationen. In der Rückrunde hat das Team von Dieter Hecking noch keinen Treffer nach ruhendem Ball erzielt. Ohnehin ist die Ausbeute von sechs Toren in sechs Spielen in der Rückrunde ausbaufähig. Ein Grund dafür wurde gegen Wolfsburg deutlich: Zwölf Ecken hatten die Borussen, gefährlich wurde es jedoch bei keiner. Dabei war das eine große Stärke in der Hinrunde, als die Fohlenelf auch bei Eckstößen Gefahr ausstrahlte.

Was bei Borussia derzeit im Argen liegt? Die Kaltschnäuzigkeit, für die Borussia beispielsweise in Leverkusen beim 1:0-Sieg noch gefeiert wurde, zeigte Wolfsburg am Samstag. Fünf Torschüsse hatten die Gäste, 15 Borussia. Drei Tore schossen die Wölfe, Yann Sommer konnte keinen Ball parieren.

Positiv aufgefallen ist jedoch wie schon in Frankfurt Christoph Kramer. Mit 12,79 Kilometern war er gegen Wolfsburg mit Abstand der laufstärkste Borusse. Lars Stindl legte mit 11,35 Kilometern die zweithöchste Distanz zurück. Auch in Sachen Ballkontakten war Kramer mit 97 Bester bei den Gladbachern. 92 Prozent Passquote und 62 Prozent gewonnene Zweikämpfe unterstützen zudem den Eindruck der guten Darbietung des Weltmeisters von 2014.

Doch auch er konnte die zweite 0:3-Heimniederlage in Folge nicht verhindern. Und das nach zuvor zwölf Seriensiegen im Borussia-Park. So haben die Gladbacher auch ihre Spitzenposition im Heimranking verloren, liegen hinter Dortmund auf Platz zwei. Vor diesen beiden Pleiten kassierte Borussia zu Hause nur drei Gegentore, gegen Hertha und Wolfsburg gab es die jeweils in einem Spiel.

Hier können Sie die Leistung der Borussen gegen Wolfsburg bewerten.

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