Borussia Mönchengladbach: Faktencheck zum Unentschieden gegen den SC Freiburg

Viertes Heimspiel in Serie ohne Sieg : Bei Borussia und Freiburg hieß es „safety first“

Die Partie Borussia gegen Freiburg war eine der zerfahreneren Sorte. Beide Teams spielten ohne großes Risiko. Für Fabian Johnson war es dennoch ein besonderes Spiel.

Zum vierten Mal in Folge blieben die Borussen zu Hause ohne Sieg, immerhin war das Remis gegen Freiburg aber der erste Punkterfolg in dieser Zeit. Auffällig war dabei wieder, dass die Offensive der Gladbacher aktuell stockt. Sie hielt ihren Toreschnitt von einem Treffer pro Spiel in der Rückrunde, vor der Winterpause erzielten sie pro Partie mehr als doppelt so viele Tore. Dabei beendete Alassane Plea nach 540 Minuten seine torlose Zeit bei seinem Ausgleichstreffer, es war bereits sein elftes Saisontor. Doch nach ihm gelang es nur einem Borussen, gegen Freiburg einen Schuss auf das gegnerische Tor abzugeben, der Versuch von Jonas Hofmann Mitte der zweiten Halbzeit versprühte jedoch keine große Gefahr. Insgesamt zwölf Schussversuche gaben die Gladbacher ab, wobei Thorgan Hazard mit seinem Fernschuss knapp über die Latte für das meiste Aufsehen sorgte. Er bereitete gegen Freiburg bereits seinen vierten Treffer in der Rückrunde vor, verlängerte seine Zeit ohne eigenes Erfolgserlebnis jedoch auf nun schon 832 Minuten.

Nicht nur Borussia tat sich schwer damit, gute Torchancen zu kreieren. Auch der Gegner aus Freiburg schoss in der gesamten Partie nur einmal aufs Tor. Beide Teams hatten offenbar gehörigen Respekt vor der Konterstärke des Kontrahenten und mieden das Risiko. Das belegen auch die Passquoten beider Mannschaften: die Gladbacher brachten 93 Prozent der Zuspiele an den Mann, Freiburg 90 Prozent.

Für einen Borussen war die Partie gegen Freiburg dennoch ein besonderes Ereignis. Fabian Johnson absolvierte sein 200. Bundesligaspiel. Als erst zweiter US-Amerikaner feierte er dieses Jubiläum, einzig Steven Cherundolo (ehemals bei Hannover 96) liegt mit 302 Einsätzen noch vor ihm. Beeindruckend war an den Tag seine Zweikampfbilanz, denn er gewann jedes seiner Duelle gegen die gegnerischen Kontrahenten. Leider ließ er bei der Freiburger Führung jedoch Vincenzo Grifo entwischen, der gegen seinen Ex-Klub das 1:0 erzielte. Er war es auch, der den zweiten Schuss des SCF auf das Tor der Gladbacher abgab. Dazu war Grifo, der in der Saison 2017/2018 für die Gladbacher in 17 Bundesligaeinsätzen keinen Treffer erzielte, mit 12,17 Kilometern einer der lauffreudigsten Spieler auf dem Platz.

Mehr von RP ONLINE