Borussia Mönchengladbach: Faktencheck zum Spiel gegen 1. FSV Mainz 05

Dreierpacks gegen Mainz : Hofmann macht es wie Hrgota

Jonas Hofmann zog mit seinem Dreierpack die Blicke auf sich, aber auch Denis Zakaria hat einen statistischen Glanzwert vorzuweisen. Ein Schlüssel zum Sieg war erneut die Laufstärke der Fohlen. Der Faktencheck zum 4:0-Sieg gegen Mainz 05.

Borussias 4:0 gegen Mainz war der höchste Heimsieg seit dem 5:0 gegen Hertha BSC Berlin am 3. April 2016 unter Trainer André Schubert. Damals war Thorgan Hazard der Mann des Spiels, er traf zweimal, zudem waren André Hahn, Patrick Herrmann und Ibrahima Traoré erfolgreich. Vier Tore in einem Heimspiel gab es vor Sonntag zuletzt beim 4:2 gegen Schalke am 4. März 2017, bei dem Fabian Johnson doppelt traf. Vier Tore in einem Liga-Spiel hatten die Borussen zuletzt beim 4:2 in Berlin am 18. November 2017 geschafft. Dabei schnürte Raffael ein Doppelpack.

Im Borussia-Park gab es das letzte Dreierpack im Doppelpack zu sehen, allerdings nicht in der Liga, sondern im Europapokal. Im Champions-League-Playoff gegen Young Boys Bern am 24. August 2016 brachten sogar zwei Spieler dieses Kunststück fertig: Thorgan Hazard und Raffael trafen jeweils dreimal und sorgten damit in Partnerarbeit für das 6:1. Der letzte Gladbacher Dreierpack in der Bundesliga passierte ebenfalls gegen Mainz, indes auswärts. Am 11. Mai 2013 erzielte Branimir Hrgota, der damals erstmals von Anfang an spielte, drei Treffer beim 4:2-Erfolg. Wie nun Jonas Hofmann schoss Hrgota die ersten beiden Borussia-Tore (zum 1:1 und 2:1, da Mainz geführt hatte) und auch den vierten Treffer. Hrgota erzielte nochmal drei Tore in einem Spiel für Gladbach, das war beim 7:0 gegen FK Sarajewo im Europa-League-Playoff am 28. August 2014.

Es bleibt dabei: Ein Geheimnis des aktuellen Gladbacher Höhenflugs ist die Laufstärke. Gegen Mainz waren drei Borussen unter den besten vier Kilometer-Machern des Spiels. Jonas Hofmann führte die Liste mit 12,72 Kilometern an, gefolgt von Sechser Tobias Strobl, der 11,35 Kilometer absolvierte und Thorgan Hazard, der auf 11,07 Kilometer kam und Vierter der Lauf-Liste war. Hofmann war wie bei seinen vorherigen fünf Einsätzen zuvor laufstärkste Akteur, ligaweit belegte er Platz zwei an diesem Spieltag, da der Schalker Alessandro Schöpf auf 12,74 Kilometer kam – dies jedoch bei einer 0:2 Niederlage. Dreimal in dieser Saison war Hofmann die Nummer eins der Marathon-Männer: Am ersten (2:0 gegen Leverkusen), dritten (2:1 gegen Schalke) und achten Spieltag (3:0 bei den Bayern). In München gingen die Plätze eins und zwei an Borussen, Christoph Kramer, der gegen Mainz pausierte, lag bei den Bayern mit 13,63 Kilometern gleich hinter Hofmann.

Denis Zakaria war gegen Mainz nur zweite Wahl, doch er „angelte“ sich in den 20 Minuten, in denen er dabei war, noch eine Bestmarke: Der Schweizer gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe. Insgesamt hatten die Borussen beim 4:0 eine Zweikampfquote von 62 Prozent. Das zeigt, dass sie in dieser Saison nicht nur über das spielerische Moment zum Erfolg kommen können. Hinzu kommt eine hohe Effektivität, die auch hilft, wenn es spielerisch etwas hakt, wie in der ersten Halbzeit gegen Mainz: Für seine drei Treffer brauchte Jonas Hofmann fünf Torschüsse, damit gab er auch die meisten Schüsse aller Borussen ab.

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