Borussia Mönchengladbach: Fakten zum Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen

Zahlen und Fakten zu Borussias Sieg : Ein Novum unter Hecking und für Kramer

Borussia will ihren Zuschauern im eigenen Stadion wieder mehr bieten. Das 2:0 gegen Bayer Leverkusen war ein guter Anfang – mit einem der jüngsten Spieler der Vereinsgeschichte, einem laufstarken Torschützen und ohne einen sonst immer gesetzten Sechser.

  • Vierter Heimsieg in Folge

„Die Leute müssen in den Borussia-Park fahren und wissen, dass sie Spaß haben und eine Mannschaft sehen werden, die kämpft“, sagte Ibrahima Traoré in der Sommerpause im Interview mit unserer Redaktion. „Sie müssen das Gefühl haben, dass sie nicht umsonst kommen, sondern dass es ein cooles Spiel wird – weil wir alles tun, um zu gewinnen.“ Der Programmatik ist Borussia am ersten Spieltag gefolgt, und die Zuschauer haben es ihr gedankt. Der Jubel über Fabian Johnsons Tor, wunderbar herausgespielt per doppeltem Doppelpass mit Raffael, erfüllte gleich einmal den Tatbestand des gepflegten Ausrastens – auf den Rängen und auf dem Rasen. Das 2:0 gegen Bayer Leverkusen bedeutete saisonübergreifend den vierten Heimsieg in Folge. Unter Dieter Hecking ist das ein Novum, das waren allerdings auch schon drei hintereinander.

  • Bei Christoph Kramer steht die Null

„90 Minuten auf der Bank gesessen“ ist im Profifußball eine missverständliche, weil in der Regel falsche Wendung. Auch Christoph Kramer hat gegen Leverkusen nicht 90 Minuten auf der Bank gesessen. Bereits vor der Pause durfte er sich mit fünf anderen Kollegen ein bisschen warmlaufen, danach ging es weiter. Doch während Alassane Plea, Patrick Herrmann und Denis Zakaria noch ins Spiel kamen, blieb Kramer der einzige Feldspieler, der gegen Hastedt und Leverkusen im Kader stand, ohne einmal zum Einsatz zu kommen. Bis vergangene Woche hatte Kramer in seinen Gladbacher Jahren mit einer Ausnahme immer gespielt, wenn er im Kader war, nur im Februar 2015 auswärts beim FC Schalke nicht. Jetzt also zweimal in Folge über 90 Minuten Zuschauer – auch das ist ein Novum.

  • Kleiner Derbysieg, großer Derbysieg, kleiner Derbysieg

Borussia würde spätestens jetzt sicher gerne bei der DFL den Wunsch hinterlegen, immer mit einem derbyartigen Heimspiel in die Saison zu starten. 2016 gab es ein 2:1 gegen Bayer Leverkusen, 2017 ein 1:0 gegen den 1. FC Köln und nun das 2:0 gegen Leverkusen. In den vergangenen 25 Jahren, seit einem niederschmetternden 0:4 gegen Eintracht Frankfurt, ist Gladbach 14-mal zu Hause in die Saison gestartet und hat nur 2008 nach dem Wiederaufstieg verloren, 1:3 gegen den VfB Stuttgart. Von all den Auftaktsiegen im eigenen Stadion veredelte Borussia jedoch seit 1995 keinen mehr mit einem Auswärtssieg am zweiten Spieltag.

  • Nur sieben jünger als Jordan Beyer

Das mit dem Vereinsrekord erledigte sich in der Sommerpause von alleine. Kurz nach dem letzten Spieltag beim Hamburger SV wurde Jordan Beyer volljährig, mit 18 Jahren und 98 Tagen hat er erstmals für Borussia in der Bundesliga gespielt, aber der jüngste Spieler der Vereinsgeschichte bleibt Marko Marin mit 18 Jahren und 18 Tagen. Auch Michael Cuisance, Marco Villa, Berkant Göktan, Hans-Georg Dreßen, Uwe Rahn und Klaus Winkler verpasste Beyer und reiht sich auf dem achten Platz ein. Zwischen vier (Winkler) und 226 (Rahn) Bundesligapartien für Borussia folgten bei den noch jüngeren „Fohlen“. Beyers Debüt sah so gut aus, dass kein Anlass zu der Annahme besteht, es werde bei einem Einsatz bleiben. Da Michael Lang noch ausfällt, dürfte schon nächsten Samstag gegen den FC Augsburg der zweite folgen.

  • Jonas Hofmann knackt die 13-Kilometer-Marke

Jonas Hofmann hatte bis am Samstag die Torbilanz eines Innenverteidigers, genau genommen hat er sie nach seinem siebten Tor im 101. Bundesligaspiel immer noch – nur hat sich der Offensivallrounder mit dem Elfmeter zum 2:0 gegen Bayer Leverkusen eines leidigen Themas erledigt. Nach fast drei Jahren war er wieder mal in der Bundesliga erfolgreich, zum ersten Mal für Borussia Mönchengladbach. Hofmann war sein bis dahin letztes Tor am 20. September, ebenfalls gegen Leverkusen – und buchstäblich ein paar Minuten, bevor Lucien Favre in Gladbach seinen Rücktritt offiziell verkündete. Mit einem anderen Wert stach Hofmann diesmal ganz besonders hervor: 13,44 Kilometer legte er gegen Bayer zurück. Vergangene Saison war nur Lars Stindl einmal mehr als 13 Kilometer für Borussia gelaufen, genau 13,19 beim 2:1 gegen den FC Bayern.

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