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Borussia Mönchengladbach: Erste Schritte im eSports

Quali-Turniere für Virtuelle Bundesliga : Borussia mit ersten Gehversuchen im eSports

Andere Vereine beschäftigen bereits eine Profi-Abteilung, Borussia Mönchengladbach geht nun erstmals konkretere Schritte im eSports. Bis zum 17. Februar werden zwei Teilnehmer für die Play-offs der Virtuellen Bundesliga ermittelt.

Dass eSports — das "e" steht für "elektronisch" — auf dem Vormarsch ist, war zuletzt vor dem Derby zwischen Borussia und dem 1. FC Köln zu bemerken. Auf der "Playstation 4" traten Nico Elvedi und Laszlo Bénes gegen die Kölner Jonas Hector und Dominique Heintz an — 1:1 endete das Spielkonsolen-Derby, im echten Leben verlor Borussia ein paar Tage später 1:2 in letzter Sekunde. Während dieses Duell noch in erster Linie eine Werbemaßnahme des Computerspieler-Herstellers Electronic Arts war, geht Borussia nun einen Schritt weiter und unternimmt die ersten konkreteren Gehversuche im eSports — zunächst einmal ergebnisoffen, wie es von Vereinsseite heißt.

In der Virtuellen Bundesliga wird der Meister an der "Playstation 4" und der "Xbox one" gesucht. Und als Mitglied des Originals auf dem Rasen darf Borussia zu den Finalrunden je einen Spieler pro Konsole entsenden. Diese werden ab kommendem Sonntag in mehreren Turnieren ermittelt. Am 4., 7. und 13. Februar gibt es jeweils 256 Startplätze für die "Playstation 4" und die "Xbox one". Wer es ins Halbfinale schafft, darf am 17. Februar an der Endrunde in Bonn im Postbank-Vertriebscenter teilnehmen. Die beiden Sieger sind gesetzt für das Play-off-Turnier am 10. und 11. März im Düsseldorf, die große Entscheidung fällt am 31. März und 1. April im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund. Im vergangenen Jahr gewann der Meister ein Preisgeld von 15.000 Euro.

"Die Teilnahme an der Virtuellen Bundesliga, einem der renommiertesten Fifa-Wettbewerbe, bietet uns nun die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln, die wir in unsere strategischen Überlegungen mit einfließen lassen können", sagt Andreas Cüppers, der bei Borussia die Abteilung Digitale Entwicklung leitet. Vom professionellen eSport ist der Klub noch ein gutes Stück entfernt, beim FC Schalke gibt es dafür inzwischen eine eigene Abteilung, nicht nur für das Fußballspiel "Fifa", sondern auch für das Strategiespiel "League of Legends".

Weitere Infos und die Möglichkeit, sich anzumelden, gibt es auf der Webseite vbl.borussia.de. Neben der nötigen Spielkonsole und dem Spiel "Fifa 18" gibt es weitere Voraussetzungen: Alle Teilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt und dürfen keine Profis sein. Gespielt wird mit dem virtuellen Gladbacher Team. Die ersten Runden am 4., 7. und 13. Februar werden ausschließlich im Internet ausgetragen.

(jaso)