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Borussia Mönchengladbach: Ein gutes Gefühl für Michael Cuisance

Franzose trifft bei Borussias U23 : Ein gutes Gefühl für Michael Cuisance

Der junge Franzose Michael Cuisance, in der vergangenen Spielzeit, für die Fans der Borusse der Saison, hat in der aktuellen Spielzeit nur selten für das Profiteam auf dem Platz gestanden. Nun traf er für die U23 gegen Aachen aus schier unmöglichem Winkel.

Nach dem Testspiel der Borussen-Talente gegen die des KRC Genk am Dienstag, das mit einem 1:1 endete, verriet Michael Cuisance in einem Eintrag bei Instagram, dass es genau dieses Gefühl auf dem Platz sei, für das er lebe. Man mag sich vorstellen, dass es vor diesem Hintergrund für einen gerade 19-Jährigen, der zudem in der Vorsaison von den Fans noch zum Spieler der Saison gewählt wurde, nicht leicht ist, nun in der Bundesliga so oft nur zuzusehen. Auf gerade einmal drei Einsätze mit 30 Minuten Spielzeit kommt er dort bisher.

Und so dürfte es für ihn auch am Freitag bei der U23 wieder ein besonderes Gefühl gewesen sein, als er nach gut einer gespielten Minute aus einem fast unmöglichen Winkel das 1:0 für die Gladbacher erzielte – und das auch noch praktisch ins Gesicht der genau vor ihm stehenden, rund 1000 Fans aus Aachen. Dass es am Ende für Cuisance, Keanan Bennetts, Torben Müsel und ihre Mitstreiter zu einem 2:1-Sieg reichte, hatte allerdings auch mit einer gehörigen Portion Glück zu tun.

Vor der Pause machten die Borussen über weite Strecken ein sehr ordentliches Spiel, nach dem Wechsel waren die Alemannen allerdings das dominierende Team.

„Wir müssen da durchaus einräumen, dass wir schon auch Glück hatten“, sagte auch Trainer Arie van Lent, der allerdings anfügte: „In der Schlussphase haben wir die Ordnung wiedergefunden und uns auch erarbeitet, dass wir mit Justin Steinkötter den Siegtreffer noch erzielt haben.“

Für die Spieler aus dem Profikader wie Cuisance und Bennetts war es aber auch nicht so leicht, drei Tage nach dem Spiel gegen Genk wieder volles Tempo zu gehen. „Man hat ihnen das heute angemerkt, was aber auch normal ist“, erklärte van Lent, der auch betonte, dass die Aachener schon eine wirklich starke Mannschaft seien. Die hatte elf Spiele nicht verloren, und nun fand diese Serie ebenso ein Ende wie die der Borussen eine Woche zuvor.

Emotional voll dabei war auch die Bank der Borussen. Louis Ferlings, der sich kurz vor Spielschluss in eine Rangelei einschaltete, sah von dort aus die Gelbe Karte. „Das wird ihn etwas kosten, wie viel sage ich aber nicht“, sagte der Coach.