Nach Leipzigs 0:7 bei „City“ Was Blaswich jetzt mit ter Stegen und Sommer verbindet

Mönchengladbach · Der Ex-Gladbacher Janis Blaswich bei RB Leipzig ist nicht der erste frühere Gladbach-Torwart, der in der Champions League ein Schockerlebnis hat. Für andere Ex-Borussen bei RB hatte das 0:7 am Dienstag bei Manchester City einen gewissen Wiederholungscharakter.

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Foto: HORSTM†LLER GmbH

Zwei Torhüter made in MG sind in diese Champions-League-Saison gestartet, für beide endete das Königsklassen-Abenteuer mit einem Schockerlebnis. Marc-André ter Stegen schied mit dem FC Barcelona zum zweiten Mal in Folge nach der Vorrunde aus – für die stolzen Katalanen, die durchaus mit Titelambitionen angetreten waren, ein Novum. Nun erwischte es Janis Blaswich mit RB Leipzig – das Achtelfinale bei Manchester City ging 0:7 verloren.

Nach dem 1:1 im Hinspiel, an dem Blaswich seinen guten Anteil hatte, und dem 3:0 in der Liga gegen Gladbach, bei dem der frühere Borussia-Keeper als Elfmeterheld zum Matchwinner wurde, konnte der Torhüter insbesondere der Wucht des Erling Haaland nicht standhalten, anders als Alassane Plea überwand der Norweger ihn auch vom Punkt. Immerhin verhinderte Blaswich ein noch höheres Debakel.

Blaswich ist nicht der erste frühere Gladbach-Torwart, der in der Meisterklasse eine derart hohe Pleite kassieren musste. 2012 hatte Yann Sommer mit dem FC Basel den FC Bayern im heimischen St. Jakob-Park 1:0 besiegt – und erlebte dann bei den Bayern ebenfalls ein 0:7. Auch ter Stegen, mit dem Blaswich gut befreundet ist, hatte eine ergebnistechnisch böse Champions-League-Nacht: 2020 beim 2:8 im Viertelfinale gegen den FC Bayern. Es ist die höchste Europapokal-Niederlage, die „Barca“ erlebte.

Blaswich war Teil einer großen Ex-Gladbach-Fraktion in Manchester. Manager Max Eberl, Trainer Marco Rose sowie die Co-Trainer Frank Geideck und Alexander Zickler erlebten die schwarze RB-Nacht im Norden Englands. Für alle war es ein unschönes Wiedersehen mit City.

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Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Eberl war als Gladbach-Manager schon dreimal an City gescheitert in der Champions League, ebenso Geideck, der von 2009 bis 2022 in Gladbach arbeitete. 2015 und 2016 gab es die Treffen in der Gruppenphase, in Manchester gab es ein 2:4 (nach einer 2:1-Halbzeitführung und extrem starken 45 Minuten) und ein 0:4, bei dem Gladbach chancenlos war.

Ebenso war es, als Rose seinen Kollegen Pep Guardiola 2021 herausforderte bei Gladbachs Achtelfinal-Debüt in der Königsklasse. Wegen der Corona-Pandemie wurde zweimal in Budapest gespielt, zweimal gab es ein 0:2, viel zu bestellen hatte Roses Team nicht, vor allem im ersten Spiel war Guardiola aufgebracht, dass es „nur“ 2:0 endete. Nun war sein „City“ gnadenloser mit Roses RB. Rose schaffte allerdings auch den bislang höchsten Champions-League-Sieg Borussias mit dem 6:0 gegen Schachtar Donezk 2020.

Erling Haaland trifft per Elfmeter gegen Janis Blaswich.

Erling Haaland trifft per Elfmeter gegen Janis Blaswich.

Foto: AP/Dave Thompson

Für RB ist es die höchste Niederlage in der kurzen Klub-Geschichte überhaupt gewesen, in der Champions League hatte es in der Saison 2020/21 mit dem 0:5 gegen Manchester United ein ähnliches Erlebnis für die Leipziger gegeben.Gladbachs höchste Heim-Niederlage in der langen Europapokal-Geschichte ereignete sich ebenfalls unter dem Trainer Rose – das 0:4 gegen den Wolfsberger AC in der Europa League 2019. Gladbach hat indes auch, zusammen mit 1860 München, die Spitzenposition der höchsten Europapokal-Niederlagen deutscher Teams mit dem 0:8 im Pokalsieger-Wettbewerb 1960. Die „Löwen“ verloren 1968 im damaligen Messepokal 0:8 beim FC Liverpool.

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