1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Drei Abgänge im Sommer stehen bereits fest

Abgänge bei Borussia : Bei drei Spielern steht der Abschied bereits fest

Bei Oscar Wendt ist seit längerem bekannt, dass für ihn im Sommer Schluss ist bei Borussia. Nun nannte Manager Max Eberl zwei weitere Spieler, deren Verträge nicht verlängert werden. Bei einem langjährigen Gladbacher wird es nochmals ein Gespräch geben.

Personalangelegenheiten gehören auf der Pressekonferenz vor einem Bundesligaspiel zu den obligatorischen Fragen. Bei Borussia war dieser Punkt am Freitag vor der Partie gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) aber schnell abgehakt. „Das Abschlusstraining steht zwar noch aus, aber derzeit sieht es so aus, als ob alle Spieler einsatzbereit wären“, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose, der aktuell damit nur auf die Langzeitverletzten Torben Müsel (im Aufbautraining) und Mamadou Doucouré (Riss der Achillessehne) verzichten muss.

Und doch kam Manager Max Eberl im Verlauf der Fragerunde mit den Journalisten noch auf einzelne Spieler zu sprechen. Denn das letzte Heimspiel der Saison ist normalerweise auch immer der Zeitpunkt für Verabschiedungen. Auch in diesem Jahr werden neben Trainer Marco Rose, der zur Dortmunder Borussia wechselt, seinen Co-Trainer Aleander Zickler und René Maric, Athletik-Trainer Patrick Eibenberger (ebenfalls alle zum BVB) und Torwarttrainer Steffen Krebs (VfB Stuttgart) auch einige Profis den Verein verlassen.

Bei Oscar Wendt, der nach zehn Jahren Gladbach in seine schwedische Heimat zurückkehren und künftig für IFK Göteborg spielen wird, war der Abschied bereits seit längerem bekannt. Nun nannte Eberl zwei weitere Abgänge. „Wir werden die Verträge mit Julio Villalba und Max Grün nicht verlängern“, sagte Eberl.

Bei Villalba kommt diese Entscheidung nicht überraschend. Der 22 Jahre alte Stürmer aus Paraguay kam 2017 zur Borussia, bestritt seitdem aber nur zwei Pflichtspieleinsätze für die Profis. Sein einziges Bundesligaspiel liegt dabei schon lange zurück, es war beim 0:1 gegen Eintracht Frankfurt im September 2017. Villalba hatte stattdessen immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, letztlich kommt er auf über 600 Verletzungstage bei Borussia, so konnte sich der Angreifer nicht nachhaltig für den Profikader empfehlen.

Max Grün (34) kam 2019 von Darmstadt 98 zur Borussia und ist seitdem dritter Torwart im Gladbacher Kader. Zu einem Pflichtspieleinsatz für die Profis kam er in den vergangenen beiden Jahren nicht. Auf dieser Position wird es also im Sommer einen Wechsel geben, womöglich wird ein Keeper aus dem Nachwuchsbereich aufrücken.

  • Nico Elvedi im neuen Gladbach-Outfit.
    Gladbachs Heimtrikot der Saison 2021/22 : Borussias neues Outfit zwischen Tradition und Wagnis
  • Im vergangenen Frühsommer konnten Borussias Spieler
    Seit dem Restart im Mai 2020 : So kam Borussia durch das Corona-Jahr in der Bundesliga
  • Tor für die Schweiz: Breel Embolo.
    EM-Borussen : Ginter zittert sich mit Deutschland ins EM-Achtelfinale

Bei einem langjährigen Borussen ist die Zukunft derweil noch nicht final geklärt. „Mit Ibo Traoré werden wir nochmals sprechen, was letztlich die Entscheidung ist“, sagte Eberl zum 33-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer ebenfalls ausläuft. Traoré kam 2014 nach Gladbach und bestritt seitdem 132 Pflichtspiele für die Borussen, seit längerem kommt er aber über den Status des Ergänzungsspielers nicht mehr hinaus.

Wie viele Spieler letztlich verabschiedet werden, steht also noch nicht fest. Klar ist indes, dass auf eine Abschiedszeremonie im Stadion vor dem Spiel gegen Stuttgart verzichtet wird. „Wir halten es so, wie wir es aufgrund der Corona-Situation schon in der vergangenen Saison machen mussten: Den Spielern vor dem Anpfiff einen Blumenstrauß am Spielfeldrand zu übergeben, wenn keine Fans im Stadion sind, halten wir für unpassend. Deswegen werden wir die Spieler intern im Mannschaftskreis verabschieden“, sagte Eberl.

Aber gerade bei Oscar Wendt, der zu IFK Göteborg in seine schwedische Heimat wechselt, ist anzunehmen, dass es irgendwann nochmals ein Wiedersehen im Borussia-Park gibt, wenn Zuschauer wieder zugelassen sind.