Borussia Mönchengladbach: Dieter Heckings Mannschaft startet in die Vorbereitung

Borussia startet Vorbereitung vor 4000 Fans : „Die Pause war jetzt lang genug“

Die Borussen sind am Sonntagvormittag in die Saisonvorbereitung eingestiegen. 19 Spieler und drei Torhüter waren dabei, darunter die Zugänge Florian Neuhaus, Andreas Poulsen, Keanan Bennetts Torben Müsel. Erstmals trugen die Gladbacher die Trikots des neuen Ausrüsters Puma.

Am Sonntag war viel los auf dem Gelände des Borussia-Parks. Die Gladbacher hatten zum Auftakttraining geladen und zugleich stellte sich der neue Ausrüster Puma vor. 4000 Fans waren da. Zum einen, um sich mit dem neuen Look auszustatten, zum anderen, um das erste Training des Teams von Dieter Hecking zu verfolgen. Das fand im Stadion statt. So gab es für die Zuschauer gleich ein bisschen Bundesliga-Feeling, schließlich durften sie die Einheit von der Nordkurve aus verfolgen.

„Die Pause war jetzt lang genug. Es waren fast sieben Wochen, die wir aber auch gebraucht haben, um das eine oder andere aufzuarbeiten. Ich fand es beeindruckend, wie viele Fans schon beim Aufgalopp heute im Stadion waren. Die Leute sind wieder heiß auf Borussia. Dieser Zuspruch hilft uns enorm und es freut uns, dass er trotz der durchwachsenen vergangenen Saison so groß ist“, sagte Hecking nach der 75-minütigen Einheit.

Bevor das Training begann, fielen die neuen Trikots quasi vom Himmel. Oder besser: Sie wurden vom Stadiondach „abgeseilt“. Anschließend streiften die Spieler wahlweise das neue Heim- oder das neue Auswärtstrikot über und machten sich an die Arbeit. Erst gab es ein ausgiebiges Aufwärmprogramm, dann ein Trainingsspiel, bei dem Fabian Johnson und Zugang Keanan Bennetts trafen.

Neben dem Engländer Bennetts waren drei weitere Neulinge dabei: Florian Neuhaus, Andreas Poulsen und Torben Müsel. „Ich freue mich total, jetzt hier zu sein. Ich konnte es kaum erwarten, dass die Pause bald vorbei ist“, sagte Neuhaus, den Borussia 2017 von 1860 München geholt und vergangene Saison an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen hatte. „Es hat für alle Seiten super gepasst mit dem Aufstieg und so viel Spielzeit. Jetzt freue ich mich, in der Bundesliga spielen zu dürfen und fiebere dem Start entgegen“, sagte Neuhaus.

Aus der U23, in der sich Müsel zunächst entwickeln soll, wie Hecking sagte, machten Mika Hanraths, Aaron Herzog und Torwart Franz Langhoff die Auftakteinheit mit. Auch Borussias neuer Torwarttrainer Steffen Krebs und Athletiktrainer Quirin Löppert standen erstmals für Gladbach auf dem Platz. Der neue Mannschaftsarzt Ralf Doyscher, und Physiotherapeut Hendrik Schreiber verfolgten das Treiben auf dem Rasen von der Seitenlinie aus.

Kapitän Lars Stindl, der sich Ende April im Bundesligaspiel bei Schalke 04 eine schwere Kapsel- und Bandverletzung mit Verletzung des Syndesmosebands im linken Sprunggelenk zugezogen hat, sowie Julio Villalba (Muskelbündelriss) fehlten beim Trainingsauftakt. Mamadou Doucouré, der eigentlich gehofft hatte, in der Vorbereitung gleich wieder angreifen zu können, konnte nach seinem Muskelteilriss im Oberschenkel zumindest eine Laufeinheit absolvieren. „Da müssen wir geduldig sein. Die drei werden wir in den nächsten Wochen noch nicht auf dem Platz sehen. Am ehesten wird Julio wieder ins Training einsteigen können, aber nicht vor Anfang August“, sagte Hecking.

Matthias Ginter wird nach dem WM-Aus mit Deutschland zum Trainingslager (22. bis 29. Juli) wieder einsteigen. Michael Cuisance, der mit der französischen Auswahl an der U19-EM vom 16. bis 29. Juli in Finnland teilnehmen wird, fängt ebenfalls später an.

Sieben weitere Borussen sind noch in Russland aktiv. Jannik Vestergaard trifft mit Dänemark am Sonntagabend auf die Kroaten. Thorgan Hazard und die Belgier kämpfen am Montagabend gegen Japan um den Einzug ins Viertelfinale. Am Dienstag um 16 Uhr ist das große Spiel der Schweiz gegen die Schweden - möglicherweise mit ganz großem Borussen-Touch: Yann Sommer wird sicher im Tor stehen, der neu erworbene Rechtsverteidiger Michael Lang wird Stephan Lichtsteiner ersetzen, Nico Elvedi könnte für Fabian Schär ins Team rücken, Denis Zakaria wäre ein Kandidat für das defensive Mittelfeld und Josip Drmic wird von vielen Schweizer Experten als Lösung für das Angriffszentrum favorisiert.

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