Borussia Mönchengladbach: Dieter Hecking wird nicht Sportdirektor bei Hannover 96

Borussias Trainer beendet Spekulationen : Dieter Hecking wird nicht Sportdirektor in Hannover

Borussias Trainer Dieter Hecking hat die Spekulationen um seine mögliche Zukunft als Sportdirektor bei Hannover 96 beendet. Der 54-Jährige Will Trainer bleiben. Damit öffnet er aber die Tür für weitere Spekulationen.

Dieter Hecking hat nach dem 1:0-Sieg der Borussen bei Hannover 96 klargestellt, dass er in der kommenden Saison nicht Sportdirektor in Hannover wird. „Ich wohne natürlich vor Ort. Aber ich werde in der nächsten Saison nicht als Sportdirektor nach Hannover kommen“, sagte Hecking. Es war im Vorfeld des Spiels spekuliert worden, Hecking könne Nachfolger des am Dienstag entlassenen Horst Heldt werden.

„Ich habe im letzten Jahr im Oktober in einem Interview gesagt, dass ich mir eine Rückkehr nach Hannover vorstellen kann, auch in einer anderen Funktion, das ist richtig. Aber es ist nicht in Ordnung, dass ich, wenn wir bekannt geben, dass ich in Gladbach nach der Saison nicht weitermachen werde, gleich in die nächste Verlosung reingeworfen werde. Erst mal muss ich mir klar darüber werden, was ich eigentlich will. Und ich kann auch klar sagen, dass es keine Kontaktaufnahme von Hannover 96 gegeben hat“, sagte Hecking. Er war von 1996 bis 1999 als Spieler in Hannover tätig und von 2006 bis 2009 als Trainer.

In Gladbach ist er seit Dezember 2016 beschäftigt, doch hatte sich Sportdirektor Max Eberl trotz der Vertragsverlängerung im November 2018 nun entschieden, in der neuen Saison mit Marco Rose als neuem Trainer einen anderen Weg zu gehen. Was seine Perspektive für die nächste Spielzeit angeht, stellte Hecking klar: „Ich bleibe Trainer und werde wahrscheinlich auch in der neuen Saison irgendwo an der Linie stehen.“

Damit machte der 54-Jährige indes die Tür für weitere Spekulationen auf. Sein Ex-Verein VfL Wolfsburg, den er von Januar 2013 bis Oktober 2016 trainierte, sucht einen Nachfolger für Bruno Labbadia, der nicht weitermachen wird. Hecking hatte Wolfsburg 2015 zum Pokalsieg und zur Vize-Meisterschaft geführt. Auf Schalke ist der Trainerposten für die neue Saison ebenfalls vakant.

Wie es für Heckings Kollegen Thomas Doll in Hannover weitergeht, ist offen. „Keine Ahnung“, sagte Doll auf die Frage nach seiner Zukunft. „Nach der Niederlage-Serie habe ich überragende Argumente“, sagte Doll mit ironischem Unterton. „Aber was interessiert eigentlich nach so einem Spiel meine vertragliche Situation? Das ist Deutschland. So lange ich aber hier Trainer bin, marschiere ich vorweg und baue meine Jungs auf. Es ist klar, dass es gerade keine schöne Situation für alle hier ist“, monierte Doll.

Hannover Abstieg rückt durch das 0:1 näher, während Hecking mit dem Borussen den fünften Platz innehat, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Er will seinem Nachfolger einen Europapokal-Teilnehmer übergeben. Der vierte Auswärtserfolg der Saison war ein Schritt in die diese Richtung.

(kk)
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