Borussia Mönchengladbach: Dieter Hecking will Bayer 04 Leverkusen distanzieren

Borussia winken acht Punkte Vorsprung : Hecking will Bayer distanzieren

Leverkusen kommt Samstag als Tabellenzwölfter zum -fünften. Borussias Trainer sieht darin ein wegweisendes Spiel für die internationalen Plätze. Fraglich ist der Einsatz von Christoph Kramer.

Auch wenn der Tabellenfünfte den Zwölften empfängt, will Borussias Trainer Dieter Hecking vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker) nichts von einem "Aufbaugegner" für seine Elf wissen. So würde er die "Werkself" sicher nicht bezeichnen, ließ er bestimmt wissen, und sagte: "Es gibt in einer Saison Momente, in denen man dabei sein muss. Am Samstag könnte solch ein Moment für den Gegner sein. Die Tabellensituation der Leverkusener erfordert, dass sie hier punkten müssen. Dafür werden sie alles tun."

Ähnliches gelte indes auch für sein Team - auch das befinde sich in einer Phase, in der es da sein müsse. "Bereits in der frühen Phase der Saison haben wir die Chance, einen möglichen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze auf acht Punkte zu distanzieren. Das ist unser Ziel für Samstag", sagte Hecking.

Weiterhin nicht dabei helfen können Tobias Strobl (Kreuzbandriss), Laszlo Bénes (Mittelfußbruch), Raúl Bobadilla (Schambeinreizung), Josip Drmic (Knieverletzung), Julio Villalba (Finger ausgekugelt) und Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Muskelverletzung). Fraglich ist seit der Trainingseinheit am Donnerstagvormittag zudem Christoph Kramer. Der defensive Mittelfeldspieler humpelte mit einer Oberschenkelblessur vom Feld.

Hecking sagte kurze Zeit später dazu: "Er wird sicher alles versuchen, um spielen zu können, aber er ist gerade auf dem Weg zum Arzt. Mehr kann ich noch nicht sagen." Als Ersatz würde Michael Cuisance bereitstehen, dem sein Trainer einen guten Kurzeinsatz beim 2:0-Sieg in Bremen bescheinigte und über den er sagte: "Es ist ja schon toll, dass man jetzt überhaupt darüber redet, ob er gegen Leverkusen anfangen kann. Aber er drängt sich immer auf."

In Anlehnung an den souveränen Auftritt an der Weser sagte Hecking: "Natürlich kann ein Spiel wie in Bremen helfen, weiter an Stabilität zu gewinnen. Was wir in Bremen gezeigt haben, war über weite Strecken gut. Es gab aber auch Phasen, die mir nicht gefallen haben -da können wir uns noch verbessern. Derzeit wirkt die Mannschaft auf mich allerdings sehr stabil. Die Bestätigung, ob es wirklich so ist, bekommen wir am Samstag."

Gegen Bayer, das auf fremden Plätzen erst einen Zähler in dieser Saison geholt hat beim 1:1 auf Schalke, werde Borussia auch "Phasen haben, in denen wir Leverkusen richtig wehtun können. Auf der anderen Seite müssen wir aber genauso gut verteidigen. Sowohl in dieser Partie als auch in den nächsten Wochen wird es unsere Aufgabe sein, die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden. Wenn wir das schaffen, werden wir sehr viele Punkte einfahren. Gelingt uns das nicht, wird es auch Spiele geben, die wir verlieren."

Generell warnte Hecking aber davor, schon zu früh auf die nächsten Spiele - die Pokalpartie bei Fortuna Düsseldorf am Dienstag und die Bundesligapartie bei 1899 Hoffenheim am 28. Oktober - zu blicken: "Für mich ist jedes Spiel eine Standortbestimmung. Ich halte nichts davon, die nächste Woche in den Fokus zu nehmen. Es geht für uns darum, Bayer Leverkusen zu schlagen. Wenn das erledigt ist, können wir uns auf die nächsten Spiele konzentrieren."

(ame)
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